Themenüberblick

„Bullen“ weiter in der Krise

Der SK Rapid hat mit einem Sieg im Schlager der 15. Runde der tipp3-Bundesliga endgültig den Anschluss an die Tabellenspitze geschafft. Der Rekordmeister setzte sich am Sonntag im mit 17.500 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion gegen Red Bull Salzburg verdient mit 4:2 (2:1) durch und liegt damit als Dritter nur noch drei Punkte hinter Leader Trenkwalder Admira.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Dem Titelfavoriten aus der Mozartstadt hingegen fehlen nach Treffern von Markus Katzer (5.) und Guido Burgstaller (34., 75., 79.) bzw. Roman Wallner (28.) und Stefan Maierhofer (81.) als Fünftem weiterhin sieben Zähler auf Rang eins. Die Mannschaft des immer stärker unter Druck stehenden Trainers Ricardo Moniz kassierte bereits die fünfte Auswärtsniederlage in Folge und wartet seit sieben Ligapartien auf einen Sieg.

Rapid seit fünf Runden ungeschlagen

Die Hütteldorfer hingegen sind seit fünf Runden ungeschlagen und scheinen die durch zahlreiche personelle Änderungen entstandenen Probleme endgültig überwunden zu haben. Rapid startete voller Elan in die Partie und wurde bereits nach 35 Sekunden gefährlich - der als Freigeist im Zentrum hinter Solospitze Burgstaller aufgebotene Steffen Hofmann traf mit einem Volley das Außennetz. Vier Minuten später schlug der Ball zwischen den Pfosten ein.

Jubel von Rapid-Spielern

APA/Andreas Pessenlehner

Die Hausherren gingen als verdienter Sieger vom Platz

Nach Vorlage von Christopher Drazan zog Linksverteidiger Katzer mit rechts ab und überraschte Salzburg-Goalie Eddie Gustafsson, der mit einem Schuss ins lange Eck gerechnet hatte. In den Minuten danach hätten die druckvollen Rapidler das Match gegen phasenweise desolate „Bullen“ frühzeitig entscheiden können, doch Jürgen Patocka (18./Kopfball drüber), Burgstaller (20./daneben), Drazan (25./Gustafsson mit Problemen) und Mario Sonnleitner (26./Kopfball drüber) ließen gute Chancen aus.

Ausgleich fällt überraschend

Entgegen dem Spielverlauf gelang den Salzburgern aber der Ausgleich. Nach einem Eckball von Gonzalo Zarate in der 28. Minute sprang der Ball vom Schienbein Pasanens zu Wallner - der Ex-Rapidler scheiterte zunächst per Fersler an Helge Payer, bugsierte das Spielgerät danach aber regelkonform ins Tor, weil Payer den Ball noch nicht arretiert hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Rapid-Goalie noch keinen Schuss abwehren müssen.

Rapid ließ sich vom 1:1 jedoch nicht irritieren und ging schon sechs Minuten später neuerlich in Führung. Bei einem Freistoß rund 25 Meter vorm Tor spielte Hofmann kurz auf Thomas Prager, bekam den Ball postwendend retour und setzte den aus der Mauer startenden Burgstaller ein, der mit einem Flachschuss ins lange Eck abschloss. Es folgte der gemeinsame Jubel an der Trainerbank mit Assistenzcoach Thomas Hickersberger, der den Freistoßtrick offenbar einstudiert hatte.

Rapid gibt weiter den Ton an

Nach dem Seitenwechsel feierte bei Salzburg Mendes sein Comeback nach siebenmonatiger Verletzungspause, was an der Charakteristik der Partie genauso wenig änderte wie die von einem gellenden Pfeifkonzert begleitete Einwechslung des Ex-Rapidlers Maierhofer in der 56. Minute. Rapid gab den Ton an und ließ die Salzburger in keiner Phase zur Entfaltung kommen. Wie groß die Verunsicherung der Gäste war, zeigte sich unter anderem in der 53. Minute, als Andreas Ulmer mit einer missglückten Kopfballrückgabe fast ein Gegentor provoziert hätte.

Die endgültige Entscheidung führte Rapid aus Kontern herbei. Burgstaller ließ Gustafsson in der 75. und 79. Minute keine Chance, die mustergültige Vorarbeit war beide Male von Hofmann gekommen. Den Salzburgern gelang in der 81. Minute noch Resultatskosmetik, als Maierhofer nach Freistoßflanke von Simon Cziommer per Kopf vor Payer an den Ball kam, Markus Heikkinen bei einem Schuss von Petri Pasanen rettete und Maierhofer abstaubte.

Tipp3-Bundesliga, 15. Runde

Sonntag:

Rapid - Salzburg 4:2 (2:1)

Hanappi-Stadion, 17.500 Zuschauer, SR Gangl

Torfolge:
1:0 Katzer (5.)
1:1 Wallner (28.)
2:1 Burgstaller (34.)
3:1 Burgstaller (75.)
4:1 Burgstaller (79.)
4:2 Maierhofer (81.)

Rapid: Payer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Patocka, Katzer - Heikkinen, Prager - Trimmel (72./Nuhiu), Hofmann (82./Thonhofer), Drazan (86./Alar) - G. Burgstaller

Salzburg: Gustafsson - Hierländer (46./Mendes), Schiemer (71./Cziommer), Pasanen, Ulmer (56./Maierhofer) - Sekagya - Zarate, Leitgeb, Svento, Leonardo - Wallner

Gelbe Karten: Payer, Prager, G. Burgstaller bzw. Ulmer, Wallner, Hierländer, Sekagya

Die Besten: Hofmann, Drazan, Heikkinen, G. Burgstaller bzw. keine

Links: