„So geht es nicht weiter“
Der Meister ist nur noch Mittelmaß. Vor allem auswärts ist Sturm Graz nur noch ein Schatten jener Mannschaft, die in der Vorsaison in der tipp3-Bundesliga überrascht hat. Negativer Höhepunkt war vorerst eine verdiente 1:3-Pleite am Samstag beim Abstiegskandidaten Wr. Neustadt.
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Die Grazer sind damit in dieser Saison nach acht Auswärtsspielen weiter sieglos, sieben Punkte fehlen auf Tabellenführer Admira.
„Man muss mehr investieren“
Sturm-Trainer Franco Foda will von einer Krise zwar nichts wissen, kündigte für die kommenden Wochen trotz Personalnot aber Umstellungen an. „Man muss von der Einstellung und Begeisterung mehr investieren. So geht es nicht weiter, es ist uns ja nicht das erste Mal passiert“, erinnerte der Meistermacher der vergangenen Saison. „Der eine oder andere Spieler wird in den nächsten Wochen nicht mehr spielen.“ Stürmer Darko Bodul und Flügelspieler Patrick Wolf wurden in Wr. Neustadt schon zur Pause ausgetauscht.

GEPA/Mario Kneisl
Die Grazer waren oft erst als zweiter Mann am Ball
Foda stellte am Samstag aber mehr oder weniger die Leistung des ganzen Teams infrage. „Herz, Leidenschaft und Wille waren nicht zu erkennen“, sagte der Deutsche. Sturm ist vor Schlusslicht Kapfenberg mit drei Punkten die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga. Vor der Winterpause gastieren allerdings noch Spitzenreiter Admira (27. November) und dessen Verfolger Austria (10. Dezember) in Graz. „Die nächsten Wochen werden ganz schwer“, betonte Foda.
Entwicklungsprozess in Wr. Neustadt
Wr. Neustadt verschaffte sich dagegen weiter Luft im Abstiegskampf. Acht Punkte liegen bereits zwischen den Niederösterreichern und Kapfenberg. „Wir haben jetzt einen Sieg gegen eine Mannschaft gefeiert, die vor uns steht. Das zeigt, was möglich ist“, erklärte Trainer Peter Stöger. „Wir sind in einem Entwicklungsprozess. Die Tore sind ungemein wichtig für die Psyche der Spieler.“ Am Samstag geht es zur Wiener Austria.
„Schwierige Situation“ für Kapfenberg
Für die ersatzgeschwächten Kapfenberger wird es immer enger. Nur zwei Punkte hat das Team von Werner Gregoritsch in den vergangenen sechs Runden geholt. Am Samstag setzte es ein 1:3 gegen Ried. Vier Zähler fehlen den Steirern auf den Vorletzten Mattersburg, der mit einem 1:1 in Innsbruck punktete. „Wir sind in einer schwierigen Situation“, gestand Gregoritsch. Ried dagegen liegt als auswärtsstärkstes Team der Liga (zwölf Punkte aus acht Spielen) nur noch drei Zähler hinter der Admira.
Mattersburg ist nach einem Tor von Thorsten Röcher in Innsbruck bereits drei Runden ungeschlagen, hat wie Wacker in den vergangenen sechs Spielen nur eine Niederlage kassiert.
Innsbruck lässt erneut Punkte liegen
Die Innsbrucker ließen zum vierten Mal in dieser Saison in der Nachspielzeit Punkte liegen. Zuvor war das zweimal gegen Spitzenreiter Admira (2:2, 2:3) und zuletzt vor der Länderspielpause auch bei der Wiener Austria (2:2) passiert.
Ohne diese Gegentore lägen die Innsbrucker mit sieben Zählern mehr auf dem Konto hinter der Austria auf Tabellenplatz zwei. So reicht es derzeit nur zu Rang sieben. „Zufall und nur Pech ist das aber nicht“, sagte Wacker-Verteidiger Alexander Hauser. „Wir zahlen Lehrgeld für unseren Weg mit jungen Spielern“, so Trainer Walter Kogler. „Einer routinierten Mannschaft würde das nicht passieren.“
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