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„Alles, was jetzt kommt, ist Bonus“

Trotz einer verdienten 0:2-Niederlage bei Standard Lüttich hat sich Hannover 96 am Mittwoch vorzeitig für die K.-o.-Runde in der Europa League qualifiziert. Schützenhilfe leistete dem Tabellenachten der deutschen Bundesliga das Team von Worskla Poltawa, das dem FC Kopenhagen im Parallelspiel der Gruppe B ein 1:1 abtrotzte.

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Vor 19.000 Zuschauern im Maurice-Defrasne-Stadion kassierte das Team von ÖFB-Legionär Emanuel Pogatetz, der bei Hannover in der Innenverteidigung durchspielte, nach seiner bisher schwächsten Europacup-Vorstellung verdient die erste Niederlage im Wettbewerb. Mohammed Tchite (25.) und Gohi Bi Cyriac (58.) nutzten zwei Fehler der Niedersachsen und schossen Lüttich vorzeitig zum Gruppensieg.

„In der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut Fußball gespielt“, sagte Hannover-Kapitän Steven Cherundolo, fügte aber auch hinzu: „Wir haben in der ersten Runde jede Menge gelernt. Alles, was jetzt kommt, ist Bonus.“ Ähnlich fiel das Urteil von Clubchef Martin Kind aus: „Weiterzukommen ist gut, das Spiel heute war nicht gut.“

Emanuel Pogatetz (Hannover) und Kanu (Standard Lüttich)

AP/Geert Vanden Wijngaert

ÖFB-Verteidiger Pogatetz darf auch im Frühjahr auf das internationale Parkett

Famose Aufholjagd von Brügge

Einen denkwürdigen Abend bereiteten indes die Spieler des FC Brügge ihrem neuen Trainer Christoph Daum. Die Belgier lagen bei NK Maribor in der 68. Minute schon mit 0:3 zurück und schafften doch noch einen 4:3-Sieg. Dalibor Volas (11., 68.) mit einem Doppelschlag und Ryan Donk (51.) mit einem Eigentor hatten die Slowenen scheinbar uneinholbar in Führung gebracht.

Doch Nabil Dirar (74., 77.), Joseph Akpala (82.) und noch einmal Donk (90.), diesmal mit einem Treffer ins richtige Tor, sorgten noch für den wichtigen Sieg. Obwohl punktegleich mit dem SC Braga Tabellenführer der Gruppe H, ist Brügge noch nicht im Achtelfinale. Im letzten Spiel benötigt das Team gegen Braga vor eigenem Publikum noch einen Punkt, um den Tabellendritten Birmingham City auf Distanz zu halten.

Tottenham überraschend vor dem Aus

Überraschend den Einzug in die K.-o.-Runde schaffte PAOK Saloniki. Die Griechen siegten in Gruppe A bei Tottenham Hotspur 2:1 und sind vor der abschließenden Runde nicht mehr aus den Top Zwei zu verdrängen. Tottenham muss hingegen im Fernduell mit Rubin Kasan bei den Shamrock Rovers nun hoch gewinnen und gleichzeitig auf einen Umfaller der Russen in Saloniki hoffen.

Den Aufstieg schaffte indes Atletico Madrid durch ein 1:0 bei Celtic Glasgow. Die Schotten kämpfen in Gruppe I im direkten Duell gegen Udinese, das über ein 0:0 bei Stade Rennes nicht hinauskam, am letzten Spieltag um den Aufstieg.

Europacupdebüt von Ritzmaier

PSV Eindhoven fixierte in Gruppe C Platz eins mit einem 3:0 gegen die ebenfalls bereits als Aufsteiger feststehende Elf von Legia Warschau. Bei den Siegern kam Marcel Ritzmaier zu seinem ersten Einsatz im Europacup. Der 18-jährige ÖFB-Nachwuchsteamspieler wurde in der 77. Minute für Marcelo ins Spiel gebracht.

„Die letzten Wochen sind für mich wirklich sehr positiv verlaufen. Ich war die letzten fünf Spiele immer im Kader, und der Einsatz in Polen ist eine weitere Bestätigung, dass man mit meinen Leistungen im Training zufrieden ist“, so Ritzmaier. Der Steirer war im Jänner 2010 von Austria Kärnten in die Niederlande gewechselt.

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