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Athleten mussten Geduld beweisen

Die Saslong-Strecke im Grödnertal hat sich am Mittwoch beim ersten Abfahrtstraining von ihrer sanften, aber auch „undurchsichtigen“ Seite präsentiert. Der Schwede Hans Olsson war bei weicher Piste, leichtem Schneefall und immer wieder auftauchendem Nebel der Schnellste, die Österreicher zeigten sich in Südtirol mannschaftlich stark.

Romed Baumann war in dem Training, für das die 79 Läufer wegen der Nebelunterbrechungen mehr als vier Stunden benötigten, ex aequo mit dem US-Amerikaner Bode Miller Zweiter, mit Joachim Puchner (6.), Max Franz (9.), Georg Streitberger (10.) und Hannes Reichelt (11.) landeten vier weitere ÖSV-Athleten im Spitzenfeld.

Hannes Reichelt im Sprung

GEPA/Thomas Bachun

Hannes Reichelt auf dem „Flug“ zum elften Platz im ersten Training

Baumann kann noch „Schäuferl drauflegen“

„Ich habe mich nach der Rückkehr aus Nordamerika sehr gut erholt und richtig auf Gröden gefreut. Die guten Erinnerungen an Gröden helfen sehr. Da steht man dann gleich mit einer ganz anderen Spannung am Start“, sagte Baumann, der vor einem Jahr in Gröden Zweiter in der Abfahrt und Fünfter im Super-G war. Auf weichen Bedingungen fühlt sich Baumann traditionell sehr wohl. „Ich mag es, wenn man mit Gefühl fahren muss. Man darf nicht zu viel drücken, aber doch so viel, dass der Ski die richtige Richtung macht.“ Er hofft nun auf ähnlich starke Gröden-Ergebnisse wie 2010. „Ich kann im Rennen sicher noch ein Schäuferl drauflegen, und dann kann etwas richtig Gutes rauskommen.“

Sehr zuversichtlich war auch Puchner gestimmt. „Ich habe gewusst, dass mir das hier mehr liegt als zum Beispiel Beaver Creek. Gröden ist eher mein Metier. Die Kamelbuckel, die Csiaslat, das ist schon geil, da wird dir nicht fad, da musst du dich runterfighten“, bilanzierte der Salzburger.

Scheiber bei Comeback auf Rang 16

Mario Scheiber landete nach elfeinhalb Monaten Weltcup-Pause bei seinem Comeback im Ski-Zirkus auf Platz 16. Der Osttiroler hat nach seinem schweren Chamonix-Sturz im Jänner und Rückenproblemen im November lange pausieren müssen. „Endlich wieder im Starthaus, der Piepston, das Rennfeeling und der internationale Vergleich“, sagte Scheiber, der gestand, „ziemlich nervös“ gewesen zu sein. Er verspürte aber keine Schmerzen und zählte im Mittelteil zu den Schnellsten. „Das zeigt, dass ich Speed habe. Das gibt Selbstvertrauen. Für das, dass ich im Jänner aufhören wollte, taugt es mir jetzt wieder extrem“, freute sich Scheiber, endlich wieder zurück zu sein.

Klaus Kröll wurde aufgrund des Sturzes des Franzosen Johan Clarey unmittelbar nach den Kamelbuckel gestoppt, der Steirer setzte die Fahrt nach knapp zweiminütiger Pause fort. Entsprechend wenig aussagekräftig war das Training für ihn. Kröll hofft, dass bis Samstag nicht zu viel Neuschnee fällt. „Dann sollte die Rennspur gut genug und ein bisschen schneller sein.“ Am Donnerstag ist das zweite Abfahrtstraining geplant, am Freitag (Super-G) und Samstag (Abfahrt) stehen die Rennen auf dem Programm.

Herren-Abfahrt in Gröden

Erstes Training am Mittwoch:
1. Hans Olsson SWE 2:02,42
2. Romed Baumann AUT + 0,35
. Bode Miller USA 0,35
4. Tobias Stechert GER 0,39
5. Didier Cuche SUI 0,52
6. Joachim Puchner AUT 0,71
7. Aksel Lund Svindal NOR 0,72
8. Kjetil Jansrüd NOR 1,03
9. Max Franz AUT 1,10
10. Georg Streitberger AUT 1,12
11. Hannes Reichelt AUT 1,21
16. Mario Scheiber AUT 1,71
27. Johannes Kröll AUT 2,61
42. Manuel Kramer AUT 3,81
47. Otmar Striedinger AUT 4,08
51. Matthias Mayer AUT 4,20
53. Markus Dürager AUT 4,32
56. Bernhard Graf AUT 4,59
72. Klaus Kröll * AUT 1:45,95
* wurde auf der Strecke gestoppt

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