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Revanchegelüste in Hütteldorf

Rapid kämpft am Samstag im Heimspiel gegen die Admira um einen erfolgreichen Abschluss des Kalenderjahres. Mit einem Sieg gegen den Überraschungsaufsteiger hätten die Hütteldorfer im Frühjahr alle Meistertrümpfe in der Hand und würden eventuell sogar als Tabellenführer überwintern - allerdings nur dann, wenn SV Ried ihr Heimspiel gegen Sturm Graz nicht gewinnt.

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Auf den inoffiziellen Titel des „Winterkönigs“ legt Rapid-Trainer Peter Schöttel ohnehin nicht viel Wert. „Es wäre vor allem für die Fans schön, wenn wir zumindest zwei Monate lang ganz oben stehen würden, aber Titelentscheidung wäre es keine“, erklärte der Wiener den Titel als „Zuckerl“ trotzdem zum Ziel. Sein Club ist seit acht Runden ungeschlagen. Die bisher letzte Niederlage setzte es am 1. Oktober beim 3:4 auswärts - gegen die Admira.

Jubel von Admira

GEPA/Walter Luger

Beim bisher letzten Duell durften am Ende die Admiraner jubeln

Taktische Umstellung

Zuletzt kamen die Hütteldorfer gegen den Kapfenberger SV und Wacker Innsbruck nicht über ein 0:0 hinaus, weshalb Schöttel mit einer Systemänderung spekuliert. „Das 4-2-3-1 hat uns gegen laut Papierform bessere Mannschaften geholfen, zuletzt hat es aber nicht so funktioniert.“ Deshalb könnte es gegen die Admira erstmals seit langem wieder ein 4-4-2 geben, deutete der 44-Jährige an.

Die Taktik allein werde jedoch für den Ausgang des Spiels nicht entscheidend sein, sagte Schöttel. „Wenn uns so wenig einfällt wie gegen Innsbruck, werden wir nicht gewinnen“, so der Ex-Teamspieler, der allerdings eine andere Partie als bei der Nullnummer noch vor einer Woche erwartet. „Die Admiraner sind nicht so aggressiv in den Zweikämpfen und versuchen, vieles spielerisch zu lösen.“

Tipp3-Bundesliga, 19. Runde

Samstag, Beginn 18.30 Uhr:

Rapid - Admira

Hanappi-Stadion, SR Schörgenhofer

Mögliche Aufstellungen:

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer - Trimmel, Hofmann, Heikkinen, Drazan - Nuhiu, Salihi

Admira: Tischler - Plassnegger, Dibon, Drescher, Auer - Seebacher, Toth, Schwab, Jezek - Ouedraogo, Hosiner

Kühbauer glaubt an Qualität

Der Respekt Schöttels vor den Südstädtern ist trotz deren Serie von sechs sieglosen Partien in Folge nicht gesunken. „Sie hatten zuletzt nicht die Ergebnisse wie zu Beginn der Saison, doch von der Leistung her hat es keinen Abfall gegeben.“ Auch Admira-Coach Dietmar Kühbauer ist von der Qualität seiner Mannschaft nach wie vor überzeugt. „Das Einzige, was uns derzeit fehlt, ist, dass wir unsere Leistung über die komplette Spielzeit bringen.“

Dass sein Team nach den jüngsten Rückschlägen nicht mehr dermaßen stark im Rampenlicht steht wie noch vor einigen Wochen, sieht der Burgenländer nicht als Vorteil. „Deswegen ist der Druck für uns nicht kleiner. Nicht nur Rapid, auch wir haben Druck, denn wir wollen genauso oben dranbleiben.“

Gelingen soll das mit einer frechen Spielweise. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen“, versprach Kühbauer, der die Sperre von Rapids zuletzt stärkstem Stürmer Guido Burgstaller nicht überbewerten wollte. „Er ist in guter Form, aber einfacher wird die Sache deswegen nicht für uns. Rapid hat einen riesigen Kader.“

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