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Erste nordische ÖSV-Weltmeisterin

Daniela Iraschko hat zum Auftakt bei den 48. Nordischen Weltmeisterschaften zugeschlagen und sich zur ersten ÖSV-Weltmeisterin aus dem nordischen Lager gekürt. Bei äußerst schwierigen Bedingungen holte sich die Steirerin bei Nebel und Wind mit zweimal 97 m bei ihren zweiten Welttitelkämpfen die Goldmedaille.

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Es war erst die zweite Damen-Medaille bei den Nordischen für Österreich nach Bronze 1999 von Langläuferin Maria Theurl (15 km Skating) bei der Heim-WM in Ramsau. Iraschko hatte die WM-Premiere in Liberec vor zwei Jahren bei ebenso schwierigen Bedingungen verpatzt und sich mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben müssen.

Auch vor den zweiten Titelkämpfen in der Geschichte des Damen-Skisprung-Sports sah es gar nicht gut aus für die freche, damals 27-jährige Eisenerzerin. Rund zehn Tage lang war es nach einem Sturz in Zakopane vor diesen Titelkämpfen unklar gewesen, ob Iraschko überhaupt nach Oslo fliegen kann. Eine Kapselverletzung im rechten Knie hatte es ihre tagelang unmöglich gemacht, ihr Bein durchzustrecken.

In dichtem Nebel zum Titel

Dann schlug vor 6.500 Zuschauern endlich die Stunde der Gesamtsiegerin im Kontinentalcup (zehn Saisonsiege) auf der derzeit größten Bühne ihres Sports. Dabei waren die Bedingungen wie schon vor zwei Jahren in Tschechien schrecklich: Der Nebel war so stark, dass die Trainer ihren Schützlingen mit Schreien oder Pfiffen das Startkommando geben mussten. Auch die Zuschauer vor Ort sahen von diesem Bewerb nicht wirklich viel. Iraschko konnte das letztlich egal sein, ihr Gold kam keinesfalls unverdient. Und dem gesamten ÖSV-Team hatte sie einen tollen Start in die WM ermöglicht.

Starkes Durchsetzungsvermögen

Mit dem Weltmeistertitel öffnete sie dem für Frauen noch jungen Sport in Österreich wohl ein weiteres Tor. Dabei hätte ihre Karriere auch durchaus in anderen Sportarten enden können. „Meine Eltern haben gesagt, mach lieber etwas anderes. Als ich dann in die Sporthauptschule gekommen bin, habe ich mit Langlaufen begonnen, aber das war dann so langweilig nach einem Jahr.“

Iraschko setzte mit elf Jahren ihren Wunsch gegen ihre Eltern durch. Viele Jahre später wurde ihr Traum von einer WM in diesem Sport Realität, jener von einer Medaille aber erst zwei Jahre nach Liberec in Oslo. Iraschko erreichte am 29. Jänner 2003 auf dem Kulm als erste und bisher einzige Frau die 200-m-Marke.

Zum Ausgleich im Sommer geht Iraschko nach wie vor ihrer zweiten sportlichen Leidenschaft nach: In der warmen Jahreszeit fungiert sie immer für den FC Wacker Innsbruck der Frauen als Torhüterin.

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