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Zweimal knapp vor Deutschland

Österreichs Kombinierer-Team ist bei der Nordischen WM in Oslo nicht zu schlagen gewesen und hat in beiden Mannschaftsentscheidungen Gold geholt. Bernhard Gruber, David Kreiner, Felix Gottwald und Mario Stecher triumphierten in Oslo im Bewerb von der Großschanze nach einem dramatischen Fotofinish in der Langlaufstaffel.

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In beiden spannenden Teamkonkurrenzen war es Stecher, der sich im Zielsprint gegen den deutschen Schlussläufer hauchdünn durchsetzte. Im Einzel holte Gottwald, der mit Saisonende seine Karriere endgültig beendete, auch noch Bronze von der Normalschanze.

Mario Stecher im Fotofinish knapp vor Tino Edelmann

APA/EPA/Srdjan Suki

Zweimal hatte Stecher im Finish das bessere Ende für sich

Beim ersten Teambewerb (Normalschanze), setzte sich das ÖSV-Quartett, das nach dem Springen auf Platz vier gelegen war, im 4x5-km-Langlauf durch. 0,4 Sekunden betrug der Vorsprung, mit dem Stecher auf den Deutschen Tino Edelmann distanzierte. Noch knapper ging es im Großschanzenbewerb zu. Dort setzte sich Stecher im Schlusssprint mit nur 0,1 Sekunden vor Edelmann durch.

Gottwald stürzt im Kampf um Silber

Dramatisch verlief auch Gottwalds Kampf um die Medaille im Einzel. Der Salzburger war nach dem Springen auf Rang 15 gelegen. Im Sprint um Silber gegen Edelmann kam er zu Sturz, rettete aber noch Bronze 4,5 Sekunden vor dem Deutschen Johannes Rydzek ins Ziel. Auf die Goldene des Deutschen Eric Frenzel fehlten ihm in der Endabrechnung 18,4 Sekunden.

ÖSV-Kombi-Cheftrainer Baard Jörgen Elden zog eine äußerst positive Bilanz: „Diese zehn Tage waren sehr hart, jetzt fällt die Spannung ab“, sagte der Norweger. Auch nach dem Karriereende von Felix Gottwald müsse einem vor der Zukunft nicht bange sein. „Das war erst der Anfang, das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft.“

Außergewöhnliche Karriere zu Ende

Mit insgesamt 18 Medaillen bei Olympischen Spielen (3-1-3) und Nordischen Weltmeisterschaften (3-2-6) bilanziert Gottwald seine außergewöhnliche Karriere endgültig. „Wehmut war 2007 mehr, als es jetzt ist, aber vielleicht kommt das ja noch nächstes Wochenende“, sagte der 35-Jährige. „Gott sei Dank hat man Medaillen mit im Gepäck und vor allem Erfahrung mit im Herzen. Das ist das Schöne an der ganzen Sache.“

Im zweiten Abschnitt seiner Karriere ging es Gottwald vermehrt um den Genuss am Sport an sich. „Es waren Erfahrungen, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich bin froh, dass ich damals auf mein Gefühl gehorcht habe und die Entscheidung, noch einmal einzusteigen, durchgezogen habe“, sagte der Salzburger, der am meisten stolz darauf sei, dass sein „Zugang der Freude und Gelassenheit bis zum Schluss“ aufrechtgeblieben sei und er sein „Genussprojekt bis zum Ende“ gelebt habe.

Chance für die Jüngeren

Gottwald sah seinen Abschied auch als Chance für die Jüngeren. „Es wäre wichtig, dass sie auf den freien Platz nachrücken, sie sollen den Sog ausnützen.“ Im Schatten des Goldquartetts von Olympia 2010 und Oslo stehen einige Athleten, die bereits Top-Ten-Ergebnisse im Weltcup erreichten.

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