Club verhängt Stadionverbot
Der niederländische Rekordmeister Ajax Amsterdam hat am Christtag jenen Hooligan, der am vergangenen Mittwoch den Abbruch der Partie im Cupachtelfinale gegen Alkmaar provoziert hatte, mit 30 Jahren Stadionverbot bestraft.
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Der 19-Jährige, der noch für 14 Tage in Untersuchungshaft bleiben soll und laut niederländischen Medienberichten auch schon abseits von Fußballspielen negativ aufgefallen ist, hat damit das längste Stadionverbot in der Clubgeschichte von Ajax ausgefasst.

GEPA/Pro Shots/Stanley Gontha
Mit einiger Mühe konnte der Rowdie überwältigt werden
Bereits bestehendes Stadionverbot missachtet
Der Rowdy war am Mittwochabend nach 35 Minuten beim Stand von 1:0 für Ajax auf das Spielfeld gerannt und auf Alkmaar-Goalie Esteban Alvarado zugestürmt. Der Schlussmann aus Costa Rica verteidigte sich mit Fußtritten erfolgreich gegen den Angreifer, wurde aber dafür von Schiedsrichter Bas Nijhuis mit Rot des Feldes verwiesen. Als Reaktion auf diesen Ausschluss holte Alkmaar-Coach Gert Jan Verbeek sein Team geschlossen vom Feld. Nach diesem vorzeitigen Ende der Partie kam es zu schweren Ausschreitungen vor dem Stadion.
Der Ajax-Fan war bereits wegen früherer Vorfälle mit einem Stadionverbot belegt worden. Er müsse nun für die Kosten aufkommen, die durch den Spielabbruch entstanden sind, teilte Ajax mit. Ihm droht zudem ein lebenslanges Verbot, niederländische Fußballstadien zu betreten. Auch der Mann, der dem 19-Jährigen das Ticket für die Partie besorgt hatte, wird zur Verantwortung gezogen. Unklar ist weiterhin, wie das Match gewertet oder ob es wiederholt wird.
Rote Karte zurückgenommen
Die Rote Karte für Alvarado wurde am Tag nach dem Match für ungültig erklärt. Die Anklagevertretung beim niederländischen Fußballverband (KNVB) befand, die gewalttätige Reaktion des Costa Ricaners auf die Attacke hätte nicht zwingend mit einem Platzverweis bestraft werden müssen. Dem Keeper wurde zugutegehalten, er sei „hinterrücks überfallen worden, er konnte den Angreifer nicht sehen“.
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