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„Wir werden damit umzugehen wissen“

Roman Kienast wechselt mit sofortiger Wirkung von Meister Sturm Graz zur Wiener Austria. Das gaben die Steirer am Montag bekannt. „Trotz intensiver Bemühungen unserer sportlichen Leitung konnte eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus leider nicht erzielt werden“, sagte Sturm-Präsident Christian Jauk.

Bereits in den vergangenen Tagen war über Kienasts Absichten spekuliert worden. Das blieb den Grazern nicht verborgen. Daher habe sich der Verein entschieden, der vom Spieler geäußerten Bitte um eine sofortige Vertragsauflösung zu entsprechen und ihn an die Wiener Austria abzugeben. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart. Im Sommer wäre Kienast kostenlos frei gewesen. Bei der Austria unterschrieb er bis Sommer 2015.

Roman Kienast (Sturm Graz zu Austria)

dapd/Kerstin Joensson

Kienast soll Austrias Sturm stärken

Trainer Franco Foda sagte dazu: „Dass Kienast uns verlässt, stand schon längere Zeit im Raum, wir werden damit umzugehen wissen." Verhandlungen mit einem entsprechenden Ersatz für den 27-jährigen Stürmer sollen bereits voll im Gange sein. „Der SK Sturm wird die Öffentlichkeit nach einem erfolgreichen Vertragsabschluss informieren“, teilte der Verein auf seiner Website mit. Der schwedische Angreifer Osman Sow wird in den nächsten Tagen getestet.

Austria-Ersatz für Barazite

Kienast soll bei den Wienern den Abgang von Nacer Barazite vergessen machen. Über die Tatsache, dass er aufgrund seiner Rapid-Vergangenheit eventuell von den Austria-Fans nicht freundlich empfangen werden könnte, sagte Kienast „Ich weiß nicht, wie es sein wird, aber ich glaube, wir sind im Profigeschäft. Solche Dinge kommen immer wieder vor, und es geht ja ums Sportliche“, sagte der 1,90 Meter große Stürmer.

Kienast hält in der laufenden Bundesliga-Saison, in der ihn ein Mittelfußknochenbruch zurückgeworfen hatte, bei sechs Toren und ist damit mannschaftsintern die Nummer zwei hinter Darko Bodul (9). Foda nahm Kienasts Abgang dennoch gelassen zur Kenntnis: „Wir haben die Abgänge in den vergangenen Jahren auch immer hervorragend kompensiert, sind Cupsieger und Meister geworden und haben uns sogar zweimal für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.“

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