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Vertrag bis Juni 2015 unterschrieben

Ein wenig musste sich Marc Janko wegen einer offenbar fehlenden Bankgarantie gedulden, doch nun ist es fix: Der ÖFB-Teamkapitän verlässt Twente Enschede und stürmt in Zukunft für den FC Porto. Der 28-jährige Stürmer unterschrieb beim portugiesischen Meister einen Vertrag bis Juni 2015. Das bestätigte Janko am Dienstag wenige Stunden vor Transferschluss.

„Für mich ist es der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere und in jeder Hinsicht der richtige Schritt. Porto ist ein großartiger Traditionsverein und zählt in Europa zu den absoluten Topclubs. Es ist eine Ehre, für so einen großartigen Verein spielen zu dürfen“, sagte Janko. Der 24-fache ÖFB-Teamspieler war im Sommer 2010 für 6,5 Millionen Euro von Salzburg in die Niederlande gewechselt, wo er in 75 Spielen 37 Treffer erzielte.

Die Ablösesumme soll drei Millionen Euro betragen. Die festgeschriebene Ablösesumme, für die der österreichische Teamstürmer aus seinem bis Sommer 2015 laufenden Vertrag herausgekauft werden kann, beläuft sich dagegen auf 20 Mio. Euro. Das gaben die Portugiesen am Dienstagabend auf ihrer Website bekannt.

Marc Janko (Twente)

GEPA/Pro Shots/Henk Jan Dijks

Mit seinen Toren für Twente hat Janko Porto von seinen Qualitäten überzeugt

„Marc ist unser absoluter Wunschspieler“

Porto freute sich, dass es mit der Verpflichtung von Janko, der bereits alle medizinischen Tests absolviert hat, geklappt hat. „Marc ist unser absoluter Wunschspieler und genau der klassische Strafraumstürmer, den wir brauchen. Wir haben ihn schon länger beobachtet, und er hat mit seinen Qualitäten und seiner Torquote, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene, bewiesen, welch herausragender Spieler er ist“, erklärte der portugiesische Club.

Janko fühlt sich der großen sportlichen Herausforderung aber durchaus gewachsen und geht mit Zuversicht und großen Zielen an die Arbeit. „Mein Ziel ist es, mich so rasch als möglich in der Mannschaft zu beweisen und noch heuer portugiesischer Meister zu werden“, erklärte der 28-Jährige, der auch seinem Ex-Club dankte: „Die Zeit in den Niederlanden war ein wichtiger Abschnitt meiner Karriere. Ich bin als Spieler weiter gereift und nun bereit für neue Aufgaben.“

Porto als erste Wahl

Nachdem Janko bei Twente aber nicht mehr erste Wahl war, war ein Wechsel die logische Konsequenz. Zuletzt sollen ihm mehrere Angebote internationaler Clubs vorgelegen sein - darunter Celtic Glasgow, Fulham, Fenerbahce Istanbul und 1899 Hoffenheim. Der Niederösterreicher entschied sich aber für den 25-fachen portugiesischen Meister, der sich schon seit Sommer um einen Nachfolger für den zu Atletico Madrid abgewanderten Kolumbianer Radamel Falcao bemüht hatte.

Konkurrenzkampf mit Hulk und Co.

Leicht wird für Janko, dessen Vertrag bei Twente noch bis Sommer 2014 gelaufen wäre, der Kampf um ein Stammleiberl aber auch in Porto nicht unbedingt. Mit den Brasilianern Hulk und Kleber sowie dem Portugiesen Silvestre Varela verfügt der Champions-League-Sieger von 2004 in der Offensive über einige Hochkaräter. Zudem kehrte der Argentinier Lucho Gonzalez zu seinem Ex-Club zurück.

In der Meisterschaft liegt Porto unter Trainer Vitor Pereira derzeit fünf Punkte hinter Rekordmeister Benfica Lissabon auf Tabellenplatz zwei. In der K.-o.-Phase der Europa League geht es gegen Manchester City, dort ist Janko wegen seiner Einsätze für Twente aber nicht spielberechtigt.

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