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„Habe eine schwierige Zeit hinter mir“

Florian Klein, Ekrem Dag und zuletzt Franz Schiemer haben auf der rechten Abwehrseite nicht die erhoffte Stabilität gebracht. Abhilfe könnte nun ein Rückkehrer schaffen. György Garics steht erstmals seit November 2009 wieder im ÖFB-Team und wird am Mittwoch im Testspiel gegen Finnland in Klagenfurt von Teamchef Marcel Koller wohl seine Chance bekommen.

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Nach Differenzen mit dem damaligen Teamchef Dietmar Constantini, dem er in einem Interview unter anderem vorgeworfen hatte, „kein Rückgrat und keine Eier“ zu haben, wurde der mittlerweile 27-Jährige nicht mehr nominiert, außerdem fiel Garics zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses monatelang aus. „Es ist eine schöne Geschichte, dass ich wieder dabei bin. Ich habe eine schwierige Zeit hinter mir, bin aber körperlich noch nicht so weit, wie ich es mir wünsche“, erklärte der gebürtige Ungar.

Kampf um Stammplatz bei Bologna

Zu Jahresanfang schaffte es der Ex-Rapidler, der 2006 den Sprung nach Italien zum Traditionsclub Napoli wagte, zurück in die Anfangsformation von Bologna und feierte mit seinem Club vor eineinhalb Wochen sogar einen 3:0-Auswärtssieg gegen Inter Mailand. Seither saß Garics allerdings nur noch auf der Bank - zu seiner eigenen Verwunderung.

ÖFB-Teamspieler György Garics bei einer Pressekonferenz

GEPA/Wolfgang Jannach

Garics musste zuletzt in Italien das Spielgeschehen von der Bank beobachten

„Es ist nicht einfach, damit umzugehen. Wir haben einen 34-Mann-Kader, da ist es oft so, dass man sich nicht erklären kann, warum der Trainer umstellt. In Italien kann es eben sein, dass man ein Spiel gut spielt und im nächsten Match nicht mehr spielt“, erklärte Garics, der auch zwei Jahre lang das Trikot von Atalanta Bergamo überstreifte.

ÖFB-Abwehrprobleme nicht mitbekommen

Im Nationalteam könnte Garics die Lösung für die Baustelle rechts in der Viererkette sein. Wie groß die Probleme auf dieser Position in der Vergangenheit waren, hat der Defensivspieler nach eigenen Angaben aber gar nicht mitbekommen. „Ich habe die Länderspiele auch teilweise wegen der Verletzung nicht mitverfolgt. Natürlich habe ich mir die Ergebnisse angesehen, aber die Partien konnte ich in Italien nicht sehen.“

Seit seiner bisher letzten Einberufung hat sich im ÖFB-Team einiges geändert, schließlich besteht die Anfangself zum großen Teil aus Legionären, die bei ihren Clubs teilweise zu den Leistungsträgern zählen. „Wir haben gute Einzelspieler. Jetzt muss es das Ziel sein, daraus eine gute Mannschaft zu basteln.“

„Sehr positiver Eindruck“ von Koller

Teamchef Koller traut Garics zu, diese Herausforderung zu bewältigen. „Ich habe von ihm einen sehr positiven Eindruck. Wir haben ein tolles Gespräch geführt, er war sehr korrekt und seriös“, sagte der 23-fache Teamspieler (ein Tor), dessen Anreise nach Pörtschach turbulent verlief. Nach einem Reifenschaden musste mitten in der Nacht in Italien ein neues Auto aufgetrieben werden.

Der ÖFB-Coach selbst hat sich per Videostudium ein Bild von Garics gemacht und ist von den Qualitäten des Italien-Legionärs überzeugt. „Da hat er mich überzeugt. Vor allem sein taktisches Verständnis hat mir sehr gut gefallen. Das wird in Italien sehr stark geübt. Jetzt will ich ihn einmal kennenlernen, sehen, wie er als Mensch ist“, sagte Koller im Zuge der Kadernominierung.

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