Karthikeyan als Sargnagel
Der „schnellste Inder der Welt“ hatte am Sonntag im Regen-Grand-Prix von Malaysia in Sepang die Rolle des Spielverderbers über. Narain Karthikeyan war sowohl in Zwischenfälle mit Melbourne-Sieger Jenson Button als auch Doppelweltmeister Sebastian Vettel verwickelt und musste sich dafür vom Deutschen als „Gurke“ bezeichnen lassen.
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Vettel hob bei voller Fahrt noch drohend die Faust: Nach einer Kollision mit dem HRT-Boliden von Karthikeyan verhinderte ein geplatzter Reifen sogar die erhoffte Schadensbegrenzung beim dramatischen Gewitter- und Regenrennen in Malaysia. Der Red-Bull-Pilot verpasste als Elfter beim überraschenden Sieg von Fernando Alonso im bis dahin schwächelnden Ferrari sogar die Punkte.

GEPA/XPB
Auch zwischen Karthikeyan (re.) und Button (li.) kam es zu einer Kollision
Vettel: „Gewisse Fahrer sollten nicht fahren“
„Wie das auch im echten Leben ist, gibt es noch ein paar Gurken, die auf der Strecke rumfahren“, schimpfte der Red-Bull-Star auf den Inder. „Das ist extrem frustrierend. Gewisse Fahrer sollten nicht in der Formel 1 fahren.“ Seine Renningenieure hätten ihn sogar angehalten, das Auto ohne Aussicht auf Punkte in der Box abzustellen.
„Ich habe mir aber gedacht, es gehört sich so, zu Ende zu fahren“, sagte Vettel. Als Elfter war der Deutsche, abgesehen von zwei Ausfällen (Südkorea/2010 und Abu Dhabi/2011), so schlecht wie seit dem 15. Platz von Belgien im August 2010 nicht mehr.
Hoffnungsvoller Beginn
Dabei hatte der Grand Prix von Malaysia für den 35-jährigen Karthikeyan erstaunlich gut begonnen. Zum Zeitpunkt der 50-minütigen Regenunterbrechung lag der Mann aus Chennai, der seine einzigen fünf WM-Punkte 2005 als Vierter von sechs Fahrern im legendären Grand Prix von Indianapolis holte, noch auf dem zehnten Platz und hätte damit für das hoffnungslos unterlegene HRT-Team sensationell einen halben WM-Punkt erobert.
Doch unmittelbar nach Beendigung der Safety-Car-Phase nach der Regenzwangspause kam es zu einer Kollision mit Button. Dabei demolierte sich der Weltmeister von 2009 den Frontflügel und musste neuerlich an die Box. Button verlor damit viel an Boden und beendete das Rennen nur auf Platz 14.
Schumacher sauer auf Grosjean
Pech hatte auch Michael Schumacher, der bei der Regenunterbrechung zwar seinen dritten Rang aus dem Qualifying bereits verloren hatte, aber auch keine Chance mehr auf eine Aufholjagd bekam. Der Deutsche wurde von Romain Grosjean Lotus’ touchiert, drehte sich und fiel auf Platz 15 zurück. „Warum und weshalb das sein musste, weiß ich nicht“, schimpfte Schumacher. Der Franzose landete später im Kiesbett.
Grand Prix von Malaysia in Sepang
| Endstand nach 56 Runden (310,408 km): |
| 1. |
Fernando Alonso |
ESP |
Ferrari |
2:44:51,812 |
| 2. |
Sergio Perez |
MEX |
Sauber |
+ 2,263 |
| 3. |
Lewis Hamilton |
GBR |
McLaren |
14,591 |
| 4. |
Mark Webber |
AUS |
Red Bull |
17,688 |
| 5. |
Kimi Räikkönen |
FIN |
Lotus |
29,456 |
| 6. |
Bruno Senna |
BRA |
Williams |
37,667 |
| 7. |
Paul di Resta |
GBR |
Force India |
44,412 |
| 8. |
Jean-Eric Vergne |
FRA |
Toro Rosso |
46,985 |
| 9. |
Nico Hülkenberg |
GER |
Force India |
47,892 |
| 10. |
Michael Schumacher |
GER |
Mercedes |
49,996 |
| 11. |
Sebastian Vettel |
GER |
Red Bull |
1:15,527 |
| 12. |
Daniel Ricciardo |
AUS |
Toro Rosso |
1:16,828 |
| 13. |
Nico Rosberg |
GER |
Mercedes |
1:18,593 |
| 14. |
Jenson Button |
GBR |
McLaren |
1:19,719 |
| 15. |
Felipe Massa |
BRA |
Ferrari |
1:37,319 |
| 16. |
Witali Petrow |
RUS |
Caterham |
1 Runde |
| 17. |
Timo Glock |
GER |
Marussia |
1 Runde |
| 18. |
Heikki Kovalainen |
FIN |
Caterham |
1 Runde |
| 19. |
Pastor Maldonado |
VEN |
Williams |
2 Runden |
| 20. |
Charles Pic |
FRA |
Marussia |
2 Runden |
| 21. |
Pedro de la Rosa |
ESP |
HRT |
2 Runden |
| 22. |
Narain Karthikeyan |
IND |
HRT |
2 Runden |
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