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Nachfolger für Junuzovic und Barazite

Nach dem bitteren Scheitern an Ried im Semifinale des ÖFB-Samsung-Cups durften sich die leidgeprüften Austria-Fans am Donnerstag zumindest über eine frohe Transferbotschaft freuen. Der „Veilchen“-Vorstand reagierte auf die schwachen Offensivleistungen und verpflichtete für die kommende Saison Spielmacher Dare Vrsic von Olimpija Ljbuljana.

Der 27-jährige slowenische Teamspieler unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2016 und soll nach den Abgängen von Zlatko Junuzovic und Nacer Barazite das violette Kreativvakuum wieder mit Leben erfüllen. Die Anhängerschaft hoffte bereits im Winter auf eine Verpflichtung des Slowenen. Erst jetzt konnten allerdings die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss gebracht werden. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart.

„Wir haben immer gesagt, dass wir jene Offensivkraft, die wir im Winter verloren haben, ersetzen und kompensieren werden. Mit Vrsic ist uns der erste Schritt in diese Richtung gelungen“, freute sich Austria-Sportvorstand Thomas Parits über den Neuzugang, der bereits die medizinischen Untersuchungen in Wien absolviert hat und beim Trainingsauftakt am 11. Juni erstmals zur Mannschaft stoßen wird.

Pascal Gruenwald, Peter Hlinka, Kaja Rogulj (A.Wien), Dare Vrsic (Laibach) und Marin Leovac (A.Wien)

GEPA/Christian Ort

In der EL-Qualifikation machte die Austria mit Vrsic schon Bekanntschaft

Kein Unbekannter aus der Europa League

Für die Austria ist Vrsic kein Unbekannter, hatte er doch in der Europa-League-Qualifikation vergangenen Sommer in beiden Duellen der dritten Runde mit den Wienern jeweils einmal getroffen. Beim 1:1 im Hinspiel in Ljubljana erzielte er in der 60. Minute mit einem platzierten Schuss den Ausgleich. Im Rückspiel, das die Wiener 3:2 gewinnen konnten, gelang Vrsic der Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 2:1.

Aber nicht nur mit seinen Toren, sondern auch mit einigen tollen Aktionen gab Vrsic damals seine Visitenkarte ab. „Dare wird unsere Mannschaft mit seiner Spielintelligenz und seiner Qualität ab der kommenden Saison verstärken. Wir haben ihn immer wieder beobachtet und sind überzeugt, dass er ein sehr wichtiger Spieler für uns werden wird“, sagte Parits über den zwölffachen slowenischen Teamspieler.

Ein Spielmacher mit Torriecher

Vrsic, der noch bis Ende 2013 einen Vertrag bei Olimpija gehabt hätte, hat aber nicht nur Spielmacher-, sondern auch Torjägerqualitäten. Der 27-Jährige Offensivspieler absolvierte in dieser Saison 39 Pflichtspiele für Ljubljana und brachte es dabei auf 27 Tore. Für Slowenien war er in der EM-Qualifikation gegen Italien, Serbien und Estland im Einsatz und absolvierte überdies freundschaftliche Länderspiele gegen Belgien, USA und Schottland.

Dass der Transfer letztlich über die Bühne ging, hat die Austria auch einem ihrer Ex-Spieler zu verdanken. Mit Milenko Acimovic ist einer der Vrsic-Vorgänger seit Jänner 2011 Sportdirektor in Ljubljana. „Natürlich haben wir unsere sehr guten Kontakte zu Milenko Acimovic genützt, aber die Verhandlungen mit Olimpija waren sehr langwierig und hart und haben sich über mehrere Monate gezogen“, so Parits.

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