LASK-Fanbus mit Randalierern von Polizei abgefangen

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Der WAC/St. Andrä hat sich Freitagabend mit einem Sieg über den LASK aus der Ersten Liga Richtung Bundesliga verabschiedet. Die vor dem Spiel befürchteten Ausschreitungen von LASK-Anhängern blieben aus. Der Grund: Die Kärntner Polizei fing einen mit 72 Fans besetzten Bus auf der Südautobahn (A2) vor Wolfsberg ab.

Denn bereits auf einer Raststätte in Oberösterreich und bei Obdach in der Steiermark war es zu Randalen gekommen. Der Bus wurde - ohne das Stadion je erreicht zu haben - nach Spielende von der Exekutive nach Linz eskortiert. Laut Polizei machten die Fans bereits auf der Raststätte St. Pankratz (Bezirk Kirchdorf) durch Sachbeschädigungen und das Werfen von Knallkörpern auf sich aufmerksam.

Platzsturm verhindert

Bei einer Tankstelle bei Obdach kam es mit Einheimischen zu einer Rauferei. Die Polizei stoppte daraufhin den Fanbus vor Wolfsberg. Bei der Durchsuchung fand die Polizei 34 verbotene pyrotechnische Gegenstände und drei Sturmhauben. Zudem wurden vier Verdächtige überführt, gegen die wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt ermittelt wurde. Es wurden noch weitere 22 Straftaten - zum Teil aus den vergangenen Spielrunden - geklärt. Laut Polizei hatten die Fans versucht, sich zu verabreden, um in Wolfsberg einen „Platzsturm“ durchzuführen.

Letztlich wurde der Bus knapp vor Mitternacht wieder auf die Reise nach Linz geschickt. Dabei musste die Polizei die Südautobahn zwischenzeitlich sperren. Die LASK-Anhänger warfen nämlich Knallkörper durch die Dachluke des Busses auf die Fahrbahn. Der Bus wurde übrigens von den Fans im Laufe des Abends erheblich beschädigt.