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Zittern um Aufstieg und Fitness

Robert Almer hängt in der doppelten Warteschleife. Sein Club Fortuna Düsseldorf zittert weiter um den sportlich eigentlich schon fixierten Aufstieg ins Oberhaus, und Almer selbst ist nach einer Muskelverletzung im Oberschenkel noch nicht hundertprozentig fit. Dennoch ist der Tormann ins ÖFB-Teamcamp in Seefeld eingerückt. Ob es für einen Einsatz gegen die Ukraine und Rumänien reicht, ist noch offen.

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„Es ist noch nicht ganz ausgestanden. Alle warten gespannt. Richtig freuen können wir uns noch nicht“, beschrieb Almer am Sonntag zunächst die Gefühlslage in ganz Düsseldorf. Zwischen den ÖFB-Trainings, die Almer aufgrund seiner Blessur noch gesondert absolviert, ist er stets mit einem Ohr in Deutschland. „Wir hängen in der Luft, es ist keine einfache Situation, jeden Tag gibt es neue Informationen“, sagte der 28-Jährige, der im Sommer 2011 die Wiener Austria Richtung Düsseldorf verlassen hat.

Kein Kommentar zu Skandalspiel erlaubt

Zu den Vorkommnissen im Relegationsrückspiel gegen Hertha, in dem Düsseldorfer Anhänger schon vor dem Abpfiff auf das Spielfeld gestürmt waren, darf Almer auf Anordnung seines Clubs öffentlich nicht Stellung nehmen. „Solange die Sache nicht erledigt ist, dürfen wir uns dazu nicht äußern.“ Bis Dienstag soll feststehen, ob Hertha gegen die Wertung der Partie in Düsseldorf weiter juristisch vorgehen wird.

Almer geht davon aus, dass sich an der Bundesliga-Rückkehr der Fortuna nach 15-jähriger Durststrecke nichts mehr ändern wird. „Das wäre für die gesamte Stadt etwas ganz besonderes. Alle Leute haben uns auf dem Weg zum Aufstieg unterstützt, das hat der Mannschaft sehr geholfen“, berichtete der Legionär. Zu den prominentesten Fans der Rot-Weißen gehören die Mitglieder der Band Die Toten Hosen, deren aktueller Song „Tage wie diese“ bei Spielern und Fans zum logischen Aufstiegshit wurde.

Privatkonzert von Toten Hosen

„Dieses Lied passt sehr gut zum Verein. Da ist immer Gänsehautfeeling angesagt. Die Toten Hosen sind seit vielen Jahren Fortuna-Fans und haben eine sehr enge Beziehung zum Club“, sagte Almer. Am Tag vor dem Relegationsmatch gegen Hertha kam die Band sogar ins Teamhotel und gab für die Spieler ein kleines Privatkonzert. Almer ist optimistisch, dass er als Düsseldorfs Stammtormann in die Saison starten wird. „Ich rechne damit, dass ich als Nummer eins in die Bundesliga gehen werde.“

Nervenflattern werde die Fortuna in Stadien wie in Gelsenkirchen und Dortmund keines haben. „Unser Stadion fasst auch 50.000 Zuschauer, davon lassen wir uns sicher nicht beeindrucken.“ Bis zu seiner Muskelverletzung Mitte April war Almer nicht nur in Düsseldorf, sondern auch im ÖFB-Team die Nummer eins. Der neue Teamchef Marcel Koller schenkte dem Steirer in den zwei bisherigen Länderspielen seiner Ära gegen die Ukraine (1:2) und Finnland (3:1) das Vertrauen und wurde nicht enttäuscht.

„Fühle mich beim Team immer wohl“

Deshalb war für Almer auch stets klar, dass er trotz Verletzung nach Seefeld reisen wird. „Ich fühle mich beim Team immer sehr wohl. Es ist wichtig, trotz Verletzung dabei zu sein. Man kann versuchen, zur positiven Stimmung beizutragen und kann die taktischen Anweisungen des Teamchefs mitnehmen“, meinte Almer weiter.

Einen Einsatz gegen die Ukraine oder Rumänien will er keinesfalls erzwingen. „Ich mache mir keinen Druck. Ich spiele nur, wenn ich zu hundert Prozent fit bin. Alles andere wäre dumm.“ Sollte Almer nicht rechtzeitig fit werden, dürfte Sturm-Tormann Christian Gratzei (bisher neun Länderspiele) Favorit auf den Platz im Tor sein. Die beiden weiteren Goalies im Kader, Austrias Heinz Lindner und Rapids Lukas Königshofer, sind jeweils noch ohne Ländermatch-Einsatz.

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