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Tödliche Nervenerkrankung

Erfolgsmanager Edi Federer ist tot. Der langjährige Betreuer der österreichischen Skisprung-Stars Andreas Goldberger und Thomas Morgenstern ist am Mittwoch nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren im Kreis seiner Familie in Pfarrwerfen im Pongau gestorben.

Skisprung-Trainer Edi Federer mit Andreas Goldberger

GEPA/Fritz Leitner

Mit „Goldi“ durfte Federer oft jubeln

Einen entsprechenden Bericht des ORF Salzburg bestätigte Federers langjähriger Assistent und Geschäftspartner Hans Gschwendtner, der sich am Abend bei der Familie befand, gegenüber der APA. Federer war vor zwei Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankt. Seither wurde der ehemalige Skispringer von seiner Familie gepflegt.

Als Goldberger-Berater bekanntgeworden

Vor seinem krankheitsbedingten Rückzug im Jahr 2010 hatte Federer als Manager unter anderen den mehrfachen Weltcup-Gesamtsieger Goldberger und den dreifachen Olympiasieger Morgenstern sowie den Polen Adam Malysz betreut. Größter Erfolg seiner eigenen Karriere war der zweite Gesamtrang bei der Vierschanzentournee 1974/75. Damals hatte Federer beim Bergisel-Springen in Innsbruck Platz zwei belegt.

Als Sportmanager war Federer weitaus erfolgreicher: Von 1992 bis zu dessen Karriereende 2005 war er väterlicher Freund und persönlicher Berater Goldbergers. Gemeinsam feierte das Duo viele Erfolge, trug aber auch Kämpfe mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) aus. Danach war Federer für Morgenstern, Malysz und das polnische Team tätig.

Mehr als nur ein Manager

Die von ihm betreuten Athleten reagierten schockiert auf die Nachricht seines Ablebens. „Wir haben alles besprochen. Es wäre im Sinne von Edi gewesen, dass sie ihre Ziele weiterverfolgen“, sagte Gschwendtner, der die gemeinsame Sportmanagement-Firma übernommen hat. Das Ende sei in den letzten Wochen abzusehen gewesen. „Trotzdem ist es schmerzvoll, wenn es dann eintritt“, erinnerte Federers Vertrauter. ALS ist noch weitgehend unerforscht. „Leider hat noch niemand diese Krankheit überlebt“, sagte Gschwendtner.

Skisprung-Trainer Edi Federer und Thomas Morgenstern

GEPA/Wolfgang Jannach

Thomas Morgenstern hat Edi Federer viel zu verdanken

Für seine Sportler war Federer mehr als nur ein Manager. Goldberger etwa stand er seit dem Frühstadium seiner Karriere mit Rat und Tat zur Seite - auch in schwierigen Zeiten. Morgenstern bedankte sich bei seiner zweiten Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres im vergangenen Herbst ausdrücklich bei seinem schwer kranken Betreuer. Federers Begräbnis findet am kommenden Montag in Pfarrwerfen statt.

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