Bruch mit einer langjährigen Tradition
Immer wahrscheinlicher wird, dass Kitzbühel mit einer sehr langen Tradition bricht und 2013 im Alpinski-Mekka erstmals eine alpine Superkombination am Freitag zur Austragung kommt. Der Super-G würde aus dem Programm fallen. Das stellte der Internationale Skiverband (FIS) beim Kongress in Südkorea in Aussicht.
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Seit 1931 wird in Kitzbühel eine klassische Kombination aus Abfahrt am Samstag und dem Slalom am Sonntag erstellt. Der Gewinner dieser Wertung ist auch der tatsächliche Hahnenkamm-Sieger. Damit könnte nun aber Schluss sein. Die FIS bekannte sich in Korea grundsätzlich zum Erhalt der Kombination als alpinen Kernbewerb und benötigt zum Erhalt der relativ neuen Superkombi im Olympiaprogramm zumindest zwei Weltcup-Bewerbe pro Saison und Geschlecht.

GEPA/Dominic Ebenbichler
Aus für den Super-G in Kitzbühel?
Zudem soll die Superkombi (ein Speed-Rennen und ein Slalomdurchgang an einem Tag) in den besten Weltcup-Orten präsentiert werden. Neben Wengen soll das bei den Herren künftig auch Kitzbühel sein. Die FIS hatte zuvor bereits klargemacht, dass es für die klassische Kombination in Kitz künftig keine Weltcup-Punkte mehr geben wird.
Entscheidung im Herbst
Die endgültige Entscheidung darüber wurde aber u. a. auch deshalb auf die Herbst-Kalenderkonferenz Anfang Oktober in Zürich vertagt, weil Herren-Renndirektor Günter Hujara in Korea krankheitsbedingt fehlte. Bis dahin soll es weitere Gespräche zwischen FIS, ÖSV und Kitzbühel geben.
Wird die Entscheidung in Zürich dort bestätigt, steigt beim Weltcup im kommenden Jänner am Freitag (25. 1.) in Kitzbühel statt eines Super-G erstmals eine Superkombination aus Super-G und Slalom. Am Samstag folgt wie immer die Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif und am Sonntag wie üblich der Spezialslalom auf dem Ganslernhang.
„Alles noch Spekulation“
Als „Niederlage“ wollte Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Skiclubs (K.S.C.), die vorläufige Entscheidung in Korea nicht bezeichnen. „Momentan ist alles noch Spekulation. Bei mir brennen zwei Herzen in der Brust. Wir sind Anhänger der Tradition, aber manchmal muss man Kompromisse machen“, gab sich Huber aufgeschlossen.
„Wichtig ist vor allem, dass wir weiterhin ein attraktives Dreitagesprogramm haben.“ Sollte es tatsächlich bei der klassischen Kombi bleiben, müsse man das Format aber natürlich überdenken, gab auch Huber zu.
Auftakt wieder in Sölden
Im Übrigen beginnt die Weltcup-Saison 2012/13 wie immer mit den Gletscherrennen in Sölden, die diesmal am 27./28. Oktober über die Bühne gehen. Erleben wird man die Rückkehr von Madonna di Campiglio (Herren-Slalom am 18. Dezember) sowie bei den Frauen St. Anton (Speed-Bewerbe am 12./13. Jänner) und Meribel in Frankreich (Abfahrt/Superkombi am 23./24.2.).
Höhepunkt der kommenden Saison, die bei Damen und Herren jeweils zwei Superkombinationen und zwei City Events (München und Moskau) beinhaltet, sind die Weltmeisterschaften in Schladming (5. bis 17. Februar 2013). Der Ausklang erfolgt mit dem Finale in Lenzerheide (13. bis 17. März 2013). Das „Zurücksteigen“ nach einem Sturz ist übrigens nur noch im Slalom erlaubt.
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