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Streit als Auslöser?

Die Ära von Ricardo Moniz als Trainer von Red Bull Salzburg ist am Dienstag überraschend zu Ende gegangen. Der Club bestätigte gegenüber der Austria Presse Agentur (APA) einen Bericht des Onlineportals Sport10.at, wonach der 47-jährige Niederländer seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag nicht erfüllen wird. Ein Streit mit der medizinischen Abteilung soll der Auslöser gewesen sein.

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Moniz hatte Salzburg in der vergangenen Saison erstmals zum Double aus Meisterschaft und Cupsieg geführt. Der Niederländer hatte die „Bullen“ als Nachfolger von Huub Stevens seit 8. April 2011 als Cheftrainer geführt. Zu den Gründen seines überraschenden Rückzugs wollte Moniz nicht Stellung nehmen. „Das will ich für mich behalten. Es war eine sehr schwierige Entscheidung, aber ich mache nicht weiter“, wird der Trainer auf Sport10.at zitiert.

Ricardo Moniz mit dem Meisterteller

GEPA/Hans Simonlehner

Moniz feierte vor wenigen Wochen noch den Meistertitel mit Salzburg

„Professionelle Gründe“

Auch von Salzburger Seite hielt man sich bedeckt und wollte eine angebliche Auseinandersetzung nicht kommentieren. „Professionelle Gründe“ sollen laut Verein der Auslöser für den Abgang des Niederländers gewesen sein. Für die Salzburger kam die Kündigung des 47-Jährigen laut eigenen Angaben „völlig unerwartet“. „Red Bull Salzburg ist von dieser Entscheidung überrascht und nimmt sie mit großem Bedauern zur Kenntnis“, hieß es in einer offiziellen Aussendung am Dienstagnachmittag.

Der von Medien als auch von Leuten im eigenen Verein oft heftig kritisierte Moniz hatte den Verein von Getränke-Milliardär Dietrich Mateschitz zum bisher größten Erfolg der Clubgeschichte gecoacht. Das Double war den Salzburgern nicht einmal unter der Führung des italienischen Startrainers Giovanni Trapattoni gelungen. Vor wenigen Wochen war Moniz aufgrund der jüngsten Erfolge mit dem englischen Club Wigan Athletic in Verbindung gebracht worden.

Konflikt mit medizinischer Abteilung

Im Gespräch mit Sport10.at betonte Moniz ausdrücklich, dass nicht ein Angebot eines anderen Vereins ihn zu diesem Schritt bewogen habe. Er hatte sich sogar fest vorgenommen, mit den Salzburgern erstmals den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase zu schaffen und damit den nächsten Meilenstein in der Red-Bull-Ära zu setzen.

Dem Vernehmen nach soll es aber bei den sportmedizinischen Tests am Montag und Dienstag zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein. Diese dürften der Auslöser dafür gewesen sein, dass Moniz dem Verein am Dienstagnachmittag seine „Kündigung mit sofortiger Wirkung“ mitteilte. Es sollen schon länger die Trainingsgestaltung betreffende Differenzen zwischen ihm und der medizinischen Abteilung bestanden haben.

Kovac als Kandidat

Wer nun Cheftrainer bei Österreichs Budgetkrösus wird, steht noch nicht fest. Es bestehe jedenfalls keine Eile, hieß es von Salzburger Seite, da bis zum Saisonauftakt mit dem Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League am 17. oder 18. Juli bzw. dem ersten Bundesliga-Match am 21. oder 22. Juli noch genug Zeit bleibe.

Der logische Nachfolger von Moniz wäre sein bisheriger Assistent Niko Kovac. Der 40-jährige Kroate, der von 2006 bis 2009 für die „Bullen“ gespielt hatte, war von Juni 2009 bis April 2011 Cheftrainer der Red Bull Juniors gewesen. Nach der Trennung von Stevens im April 2011 war er zum Assistenten der Profi-Mannschaft aufgestiegen

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