Ex-Liverpool-Coach als Sportdirektor
Red Bull Salzburg bastelt laut diversen Medienberichten an einem Sensationscoup. Nicht nur die vakante Position des Trainers, auch der Posten des Sportdirektors soll beim Meister prominent besetzt werden. Ralf Rangnick ist als Nachfolger von Ricardo Moniz so gut wie sicher, als Sportdirektor soll der ehemalige Liverpool-Trainer Gerard Houllier ante portas stehen.
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Bereits am Freitag hatte ein Bericht über einen Aufenthalt Rangnicks in der Nähe der Konzernzentrale des Getränkeherstellers in Fuschl die Gerüchteküche angeheizt. Einen Tag später vermeldeten etwa die „Salzburger Nachrichten“ bereits die Einigung mit dem Deutschen. Nur noch die Unterschrift des 53-jährigen, der 2011 Schalke 04 ins Semifinale der Champions League geführt hatte, soll fehlen. Am Montag soll der neue Salzburg-Trainer präsentiert werden.
Comeback nach Burn-out
Für Rangnick wäre es nach einer freiwilligen Auszeit eine Rückkehr in das Trainergeschäft. Im September 2011 war der 53-Jährige wegen eines drohenden Burn-outs von seinem Posten als Cheftrainer bei Schalke zurückgetreten. Davor hatte der Deutsche seine Führungskraft auch bei Hoffenheim 1899 bewiesen, das er von der dritten in die erste deutsche Leistungsstufe geführt hatte.

AP/Martin Meissner
Rangnick würde 30 Jahre Erfahrung als Trainer nach Salzburg mitbringen
Neben Rangnick soll mit Houllier, der den Deutschen an Salzburg vermittelt haben soll, ein weiterer internationaler Fachmann den Salzburgern sportlich weiterhelfen. Der 64-jährige Franzose soll die seit dem Abgang von Dietmar Beiersdorfer vakante Position des Sportdirektors übernehmen. Houllier war von 1998 bis 2004 Trainer beim FC Liverpool und führte die „Reds“ 2001 zum Sieg im englischen League- und FA-Cup und gewann mit dem Traditionsclub im selben Jahr den UEFA-Cup.
Houllier arbeitet an Konzept
Nach einem Engagement beim siebenfachen französischen Meister Olympique Lyonnais betreute Houllier zuletzt von 2010 bis 2011 Aston Villa in der englischen Premier League. Der Franzose war im Frühjahr bereits mehrmals im Salzburger Stadion zu Gast. Im Auftrag von Red Bull erarbeitete der 64-Jährige ein Konzept für die Fußballabteilung des Getränkekonzerns.
Möglich, dass sich Houllier auch um das Projekt in Leipzig kümmert. Der deutsche Ableger von Red Bull verfügt mit Wolfgang Loos jedoch über einen eigenen Sportdirektor. Für Salzburg beginnt die Mission Titelverteidigung in der Bundesliga am 21. Juli mit einem Auswärtsspiel bei Sturm Graz. Bis zur Vorstellung des neuen Trainers leiten die ehemaligen Assistenten von Moniz, Piet Hamberg und Niko Kovac, das Training beim heimischen Double-Gewinner.
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