Zahlreiche Wechsel, keine Sensationen
Die Clubs der tipp3-Bundesliga haben sich in der Sommerübertrittszeit bisher als Sparmeister erwiesen. Zwar können die zehn Vereine vor dem Saisonauftakt mit der ersten Cuprunde am Wochenende mit einigen neuen Gesichtern aufwarten, viel auf den Tisch gelegt wurde dabei aber nicht. Das kann sich bis zum Ende der Transferperiode am 31. August allerdings noch ändern.
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„Transferkönig“ ist vorerst die Austria. Die Wiener ließen sich den slowenischen Mittelfeldstrategen Dare Vrsic kolportierte 500.000 Euro kosten. Der 27-Jährige soll unter dem neuen Coach Peter Stöger mithelfen, die abgelaufene Saison ohne Europacup-Teilnahme vergessen zu machen. Kommen soll bei der Austria noch die bereits mehrmals angekündigte Verstärkung im Angriff - nach Möglichkeit ein spielstarker Spieler der Marke Barazite.
Salzburg hält sich noch zurück
Meister Red Bull Salzburg erwies sich bisher als überraschend zurückhaltend. Für Christopher Dibon wurde eine Ausbildungsentschädigung von rund 250.000 Euro an die Admira überwiesen. Mit dem vormaligen Austrianer Florian Klein kam ein weiterer Teamverteidiger ebenso ablösefrei wie der zuletzt für Mattersburg spielende Stefan Ilsanker.
All diese Wechsel wurden bereits unter Coach Ricardo Moniz, der das Team in der Sommerpause verließ, vermeldet. Unter dem neuen Trainer Roger Schmidt könnte Salzburg aber noch einmal tief in die Tasche greifen. Ganz oben auf der Liste soll Angreifer Marcel Sabitzer stehen. Der 18-jährige Admiraner wurde von Marcel Koller zuletzt sogar ins Team einberufen und erfüllt die Salzburger Kriterien „jung, österreichisch, talentiert“ perfekt. Bei der Admira hat Sabitzer noch einen laufenden Vertrag bis Sommer 2013, eine Verlängerung seines Kontraktes hat er bisher ausgeschlagen. Für die Südstädter wäre ein Transfer also die Möglichkeit, noch einmal groß abzukassieren.
Rapid fährt auf der Sparschiene
Rapid gab sich in puncto Wechsel ebenfalls bescheiden. Für US-Stürmer Terrence Boyd wurden laut Vereinsangaben nicht mehr als 200.000 Euro an Borussia Dortmund überwiesen, der brasilianische Verteidiger Gerson wurde von Absteiger Kapfenberg ausgeliehen. Rapids zurückhaltende Bemühungen erscheinen logisch, weil die Hütteldorfer heuer keine markanten Einnahmen verbuchen konnten.

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Ildiz und Boyd sollen beim Rekordmeister für frischen Wind sorgen
2008 war die Kassa nach den Abgängen von Erwin Hoffer (Napoli) und Stefan Maierhofer (Wolverhampton) reich gefüllt worden. 2010 ging Nikica Jelavic (Glasgow) für eine Millionenablöse, im Vorjahr war es das Trio Tanju Kayhan, Veli Kavlak (beide Besiktas) und Yasin Pehlivan (Gaziantepspor).
Cupsieger Josko Ried blieb seiner Linie treu und verpflichtete mit Mario Reiter, Andreas Schicker (beide Wiener Neustadt) und Rene Gartler (Rapid) in der Liga bewährte Kräfte. Mit Clemens Walch holten die Innviertler außerdem einen Deutschland-Legionär ebenfalls ablösefrei aus Kaiserslautern zurück in die heimische Liga. Prominentester Abgang ist Flügelspieler Stefan Lexa, Daniel Beichler musste nach Ende seines Leihvertrags wieder zurück nach Berlin.
Sturm tauscht halbe Mannschaft aus
Große Umwälzungen gab es bei Puntigamer Sturm Graz unter Neo-Coach Peter Hyballa. Ein Dutzend Spieler verließ die Steirer, insgesamt sechs Neue kamen. Vor allem in der Defensive verstärkte sich Sturm und holte neben Michael Madl von Wiener Neustadt auch den Serben Nikola Vujadinovic ablösefrei von Udinese. Der bereits ausgeliehene Rubin Okotie wurde vom 1. FC Nürnberg fix verpflichtet.

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Neuzugang Vujadinovic soll es hinten richten
Sturm sogar noch übertrumpfen konnte Wiener Neustadt. Die Niederösterreicher wechselten beinahe ihren gesamten Kader aus und präsentierten mit Heimo Pfeifenberger auch einen neuen Trainer. Allein vier Profis kamen von der Austria, von Rapid wurden zwei Spieler ausgeliehen.
Aufsteiger WAC setzt hingegen weiter auf die spanische Welle. Ruben Rivera soll im Angriff für Tore sorgen, David de Paula im Mittelfeld wirbeln. Mit Jose Solano und Torjäger Jacobo standen bereits zwei Akteure aus dem Land des Welt- und Europameisters in der Wolfsberger Meisterelf. Für Bundesliga-Erfahrung bürgen auch Ex-Rapidler Christian Thonhofer und Ex-Austrianer Michael Liendl. Dazu kam auch der Liechtensteiner Teamspieler Michele Polverino.
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