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So erfolgreich wie noch nie

Magdalena Lobnig und Lisa Farthofer haben am Sonntag bei der U23-WM der Ruderer in Trakai (Litauen) Gold im Frauen-Doppelzweier erobert. Wenig später waren dann auch Bernhard und Paul Sieber im Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer nicht zu schlagen.

Die beiden Neffen von Surf-Olympiasieger Christoph Sieber feierten im A-Finale einen Start-Ziel-Sieg und setzten sich in 6:46,15 Minuten klar vor Artur Mikolaiczewski/Milos Jankowski (POL/6:47,71) und den Deutschen Julius Peschel/Matthias Arnold (6:48,09) durch. Die beiden, erst 19 und 21 Jahre alten Athleten hatten heuer schon beim Weltcup aufgezeigt und waren bei der Restquoten-Regatta für die Olympischen Spiele im Mai in Luzern nur knapp an der Quote gescheitert.

Lobnig/Farthofer deutlich voran

Die gebürtige Kärntnerin und die Oberösterreicherin, die ebenfalls schon mehrmals im Weltcup gute Resultate erzielt hatten, setzten sich im A-Finale in 7:16,36 Minuten letztlich klar vor den Griechinnen Eleni Diamanti/Aikaterini Nikolaidou (7:19,23) sowie Kazyrina Tschiliupskaja/Tazjana Kuchta aus Weißrussland (7:21,28) durch.

Nach Bronze im Vorjahr war es für Lobnig/Farthofer der erste WM-Titel in der U23-Klasse. Bis zur 1.500-m-Marke war es ein sehr enges Rennen, aber auf den letzten 500 Metern setzten sich die beiden Österreicherinnen noch klar ab.

Bernhard Sieber, Magdalena Lobnig, Lisa Farthofer, Paul Sieber

ÖRV

Die vier neuen U23-Weltmeister

„Balsam auf die Wunden“

Mit zweimal Gold wurde Trakai 2012 für den Österreichischen Ruderverband (ÖRV) zur bisher erfolgreichsten Unter-23-WM. Die bisher letzte U23-Goldmedaille hatte es vor zwölf Jahren für Sebastian Sageder und Uwe Daxböck im leichten Doppelzweier der Männer gegeben, zweimal Gold bei einer WM gab es aber noch nie zuvor.

„Ein sensationeller Erfolg für unsere beiden Boote“, freute sich auch ÖRV-Präsident Helmar Hasenöhrl. „Wir haben zwar leider wieder kein Boot zu den Olympischen Spielen nach London gebracht, aber diese zwei Goldmedaillen sind Balsam auf die Wunden. Und sie zeigen, dass wir eine sehr gute Nachwuchsarbeit leisten. Das gibt uns Hoffnung im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.“

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