Zaubertore für Los Angeles Galaxy
Ein britisches Team mit David Beckham und Ryan Giggs bei den Olympischen Spielen in London wäre wohl der Traum vieler Fußballfans gewesen. „Team GB“-Coach Stuart Pearce entschied sich allerdings mit dem Waliser nur für einen der beiden Altstars. Der ausgebootete Beckham zeigte allerdings mit einem Doppelpack in der Major League Soccer (MLS), dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
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Der 37-Jährige bewies mit Zaubertoren beim 5:3-Auswärtssieg von LA Galaxy gegen die Portland Timbers, dass sein rechter Fuß noch immer zu dem Besten zählt, was der Fußball zu bieten hat. Nach einem frühen Rückstand in der dritten Minute, sorgte Beckham in der 20. Minute mit einem herrlichen Schuss aus gut 30 Metern ins Kreuzeck für den Ausgleich. Nur vier Minuten später traf er mit einem Freistoß Marke Beckham. Der Superstar zirkelte aus 20 Metern den Ball über die Mauer exakt ins kurze Eck zur 2:1-Führung.
Lob gab es dafür von Galaxy-Coach Bruce Arena: „Das waren wirklich zwei spektakuläre Tore.“ Beckham selbst war vor allem von seinem zweiten Treffer angetan: „Nachdem ich nicht attackiert wurde, dachte ich mir: Warum eigentlich nicht. Das letzte Mal, dass mir so ein ähnliches Tor gelungen ist, war für Manchester United gegen Deportivo La Coruna“, erklärte Beckham. Der neue Portland-Trainer Gavin Wilkinson war indes sauer auf seine Spieler: „Das ist David Beckham, einer der besten Schützen auf der Welt, und wir setzen ihn nicht unter Druck.“

AP/Don Ryan
Zwei Routiniers haben Spaß: Keane herzt Beckham nach dessen Ausgleich
Medialer Seitenhieb für Pearce
Die Vorstellung von Beckham blieb auch in den englischen Medien, die die Nichtnominierung des ehemaligen ManUnited- und Real-Spielers mit Unverständnis quittierten, nicht unbemerkt. „Bereust du es schon, Stuart? Beckham zeigt Pearce, dass er es noch immer mit den Besten aufnehmen kann“, konnte sich etwa die „Daily Mail“ einen Seitenhieb auf den Teamchef, der lieber Craig Bellamy (Liverpool) und Micah Richards (Manchester City) einberufen hatte, nicht verkneifen.
Beckham selbst hat laut eigenen Angaben die Enttäuschung über seine Nichtnominierung bereits verdaut. „Die Unterstützung durch Familie, Freunde und Fans war unglaublich. Ich wäre stolz gewesen, im Team zu sein. Aber meine Familie und ich sind gesund. Das ist das Wichtigste“, sagte der Londoner, der seine Funktion als Olympiabotschafter weiter erfüllen möchte. Für die Entfachung des Feuers bei der Eröffnung wird er aber definitiv nicht zur Verfügung stehen.
Routiniers in Spiellaune
Neben Beckham glänzten gegen Portland auch noch zwei weitere Routiniers. Der 30-jährige Landon Donovan war in der 27. Minute per Elfmeter zum 3:1 erfolgreich und bereitete nur eine Minute später mit seinem 100. Assist in der MLS ein Tor von Robbie Keane vor. Der 32-jährige Ire erzielte dann auch noch das fünfte Galaxy-Tor, wobei Beckham auch dabei einen entscheidenden Anteil hatte. Der Engländer spielte den Ball aus dem Stand mit einem idealen Steilpass zu Sean Franklin, dessen Querpass Keane über die Linie scherzelte.
„Es war wesentlich knapper, als wir uns das gewünscht hätten, aber wir haben großartigen Fußball gespielt und den Sieg verdient. Nach dem Rückstand haben wir nicht die Köpfe hängen lassen, mein Ausgleich war da natürlich wichtig“, sagte Beckham, der in dieser Saison nun bei fünf Toren und sechs Vorlagen hält.
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