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„Wir haben Qualität“

Für Emanuel Pogatetz ist die Zeit der Ausreden im österreichischen Nationalteam vorbei. Der Innenverteidiger machte zwei Tage vor dem letzten WM-Qualifikationstest in Wien am Mittwoch (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) gegen die Türkei unmissverständlich klar, dass er die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien anstrebt.

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„Es ist ganz klar unser Ziel, bei der WM dabei zu sein. Deutschland ist in unserer Gruppe zwar der Favorit, aber der zweite Platz ist realistisch. Wir müssen zeigen, dass wir uns so weiterentwickelt haben, um uns gegen Schweden und Irland durchzusetzen“, sagte der 29-Jährige. Mittlerweile verfüge man über viele Legionäre aus den Topligen Europas, weshalb die Mannschaft zu Höherem fähig sei.

Training von Christian Fuchs, Marc Janko, Andreas Ivanschitz, Martin Harnik, Sebastian Proed, Heinz Lindner und Emanuel Pogatetz

GEPA/Christian Ort

Für Pogatetz ist die ÖFB-Mannschaft mittlerweile zu Höherem fähig

Angebot belebt Konkurrenzkampf

Beweis für einen im Vergleich zu den vergangenen Jahren hochkarätigen Kader ist die Innenverteidigung, wo es mit Pogatetz, Aleksandar Dragovic, Paul Scharner und Sebastian Prödl fast schon ein Überangebot an gestandenen Spielern gibt. Diesem Konkurrenzkampf kann Pogatetz nur Positives abgewinnen.

„Das spricht für uns und dafür, dass wir Qualität haben. Dadurch können auch Dinge wie Verletzungen oder Formschwankungen besser aufgefangen werden.“ Allzu voll wollte der 47-malige ÖFB-Internationale, der sich im rot-weiß-roten Teamdress bisher zweimal in die Schützenliste eintrug, den Mund aber auch nicht nehmen. „Es wäre ganz gut, wenn wir im Vorfeld weniger reden und dafür auf dem Platz mehr zeigen.“

Generalprobe für WM-Quali

Die Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Mittwoch gegen die Türken. Sehr große Aussagekraft wird der letzte Härtetest laut Pogatetz aber nicht haben, schließlich stehen fast alle Legionäre noch nicht im Meisterschaftsbetrieb. „Ich selbst bin auch noch nicht auf Wettkampfniveau, dazu fehlen einfach noch Bewerbsspiele.“

Der Steirer wechselte im Sommer innerhalb der deutschen Bundesliga von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg und ist nach wie vor von der Richtigkeit dieses Transfers überzeugt. „Bei Wolfsburg gibt es mit VW im Hintergrund einfach eine bessere Perspektive, um nach vorne zu kommen.“

Härtetraining bei Wolfsburg

Bei seinem neuen Club machte Pogatetz bereits Bekanntschaft mit den harten Trainingsmethoden von Coach Felix Magath. „Das war sicher die härteste Vorbereitung, die ich erlebt habe“, sagte der Ex-Premier-League-Spieler. „Man kommt in jeder Einheit an seine Grenzen. Aber es ist auch eine große Herausforderung, das durchzuhalten“, meinte der frühere ÖFB-Kapitän.

ÖFB-Nationalspieler Paul Scharner

APA/Georg Hochmuth

Nach sieben Jahren auf der Insel ist Scharner beim HSV gelandet

Die Wahl von Christian Fuchs zu seinem „Nach-Nachfolger“ begrüßte Pogatetz ausdrücklich. „Das ist eine sehr gute Entscheidung für alle, ich freue mich für ihn. Er hat sich sehr gut weiterentwickelt und bringt bei einem Topverein wie Schalke regelmäßig seine Leistung.“

Scharner kämpft um seinen Platz

Dieser Meinung schloss sich auch Paul Scharner an, der so wie Pogatetz unter Teamchef Dietmar Constantini die Schleife getragen hatte. Der Niederösterreicher unterschrieb in der Vorwoche einen Zweijahresvertrag beim Hamburger SV und hat nur Gutes von seinem neuen Arbeitgeber zu berichten. „Das ist ein super aufgezogener Verein, eine absolute Topadresse mit einem imposanten Stadion.“

Nun gilt es für Scharner, sich bei den Norddeutschen so schnell wie möglich einen Stammplatz zu erkämpfen - kein leichtes Unterfangen, schließlich stieg er erst am Freitag mitten in der Vorbereitung ins Mannschaftstraining ein. „Garantie gibt es für keinen, aber ich werde hart dafür arbeiten, in die Mannschaft zu kommen.“

„Noch mitten in der Vorbereitung“

Auch gegen die Türkei dürfte der Niederösterreicher zu Beginn wohl nur auf der Bank Platz nehmen. Dem Spiel misst Scharner nicht wirklich Aussagekraft zu. „Viele stecken noch mitten in der Vorbereitung, daher kann so ein Match nicht viele Aufschlüsse bringen. Aber auf uns wartet auf jeden Fall ein schwieriges Spiel gegen eine große Fußballnation mit hohen Ansprüchen.“

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