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Puch reitet zu Bronze

Österreich hat bei den Paralympics in London bereits drei Medaillen sicher. Bepo Puch eroberte am Samstag das erste Edelmetall für das ÖPC. In der Dressur-Pflicht (Grade Ib) eroberte der Reiter mit seinem Pferd „Fine Feeling“ die Bronzemedaille. Die Tischtennisspieler Doris Mader und Stanislaw Fraczyk kämpfen sogar um Gold.

Peppo Puch auf seinem Pferd Fine Feeling

GEPA/Ch. Kelemen

Puch holte mit Fine Feeling die erste Medaille für das ÖPC-Team

Mit einem Gesamtscore von 75,03 Punkten musste sich Puch nur der Australierin Joann Formosa und dem britischen Lokalmatador Lee Pearson geschlagen geben. Thomas Haller (Grade II) landete im Einzel-Pflichtbewerb mit Dessino auf dem 16. Platz.

„Ich bin überglücklich, dass ich das geschafft habe. Ich muss mich auch bei meinem Pferd bedanken, das mich sehr brav über den Parcours gebracht hat“, sagte der Steirer Puch. „Ich bin sehr stolz, dass ich die erste Medaille für Österreich geholt habe und hoffe, dass jetzt viele weitere folgen werden.“ Am Montag folgt die Entscheidung um die Titel in der Kür.

Puch ist seit einem Unfall 2008 querschnittgelähmt. Der 46-jährige Rauchfangkehrermeister aus der Steiermark war schon zuvor bei den Olympischen Spielen in Athen in der Vielseitigkeit im Einsatz gewesen. Puch war 2011 Nummer eins der Weltrangliste, es sind seine ersten Paralympischen Spiele.

Zwei Goldchancen im Tischtennis

Gleich zweimal Gold winkt dem ÖPC im Tischtennis durch Mader und Fahnenträger Fraczyk. Mader schlug zunächst die chinesische Weltranglistenerste Quian Li und besiegte im Semifinale auch die Britin Sara Head klar mit 3:0. Die Wienerin kämpft am Montag (11.15 Uhr MESZ) um die Goldmedaille gegen die Schwedin Anna-Carin Ahlquist.

Für Fraczyk geht es bereits am Sonntag (13.30 Uhr MESZ) um Gold. Der Routinier musste im Halbfinale gegen den Niederländer Gerben Last einen 0:2-Satzrückstand wettmachen und setzte sich im fünften Satz mit 12:10 durch. Der dreifache Paralympics-Champion trifft im Finale auf den als Nummer eins gesetzten Chinesen Lin Ma. Ausgeschieden ist indes Andreas Vevera. Der Titelverteidiger schied in der Vorrunde nach einem 2:3 gegen den Briten Paul Davies aus. Verera vergab im vierten Satz zwei Matchbälle.

Onea verpasst Bronze nur knapp

Fast hätte es am Samstag sogar einen weiteren Medaillenjubel in der österreichischen Delegation gegeben. Der einarmige Schwimmer Andreas Onea zeigte im Finale über 100 m Brust der Klasse SB8 eine starke Leistung und wurde Vierter. Bronze verpasste der 20-jährige Student um nur 26 Hundertstel.

Im Rollstuhltennis machte Martin Legner in Runde eins mit dem Koreaner San Ho Oh in zwei Sätzen mit 6:1 6:1 kurzen Prozess. Thomas Mossier feierte mit einem 3:6 6:4 6:2 gegen den Chilenen Robinson Mendez ebenfalls einen Auftakterfolg. Henriette Koosz musste sich hingegen der Belgierin Annick Sevenans glatt in zwei Sätzen geschlagen geben. Bei den Frauen setzte Esther Vergeer ihre einzigartige Serie fort. Der 6:0 6:0-Erstrundensieg über eine Japanerin war der 466. Sieg in Serie für die niederländische Rollstuhl-Tennisspielerin, die seit 2003 nicht mehr verloren hat. Seitdem hat die Peking-Titelverteidigerin 42 Grand Slams im Einzel und Doppel gewonnen.

Die Bahn-Radfahrer Wolfgang Eibeck (C5) als Siebenter und Manfred Gattringer (C4) als Elfter erreichten in der Verfolgung Top-Zwölf-Plätze. Im Kugelstoßen wurde Georg Tischler 14.

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