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1998 bisher letzte WM-Teilnahme

Mit dem Spiel gegen Deutschland am Dienstag (20.30 Uhr, live in ORF eins) im ausverkauften Wiener Happel-Stadion beginnt für die ÖFB-Elf der Anlauf auf die achte Teilnahme an einer WM. In der vergangenen Ausscheidung für die WM 2010 war Österreich chancenlos, mit Respektabstand zu Serbien und Frankreich blieb nur Rang drei. Die bisher letzte rot-weiß-rote Teilnahme an einer Endrunde gelang 1998.

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Im Rennen um einen Platz bei der WM 2006 hatte man gegen England und Polen das Nachsehen. Vor der Endrunde 2002 schafften es Andreas Herzog und Co. immerhin ins Play-off der besten Gruppenzweiten, wo dann aber gegen den späteren Turnierdritten Türkei (0:1/h, 0:5/a) Endstation war.

Letztes Erfolgserlebnis unter Prohaska

Zum bisher letzten Mal erreichte das Nationalteam 1998 den Kreis der Besten der Welt, als die ÖFB-Auswahl unter dem damaligen Teamchef Herbert Prohaska den Pool mit Schweden, Schottland, Lettland, Estland und Weißrussland gewann. In zehn Spielen wurden acht Siege errungen. Vor allem die Spiele gegen Gruppenfavorit Schweden gingen in die Geschichte des Österreichischen Fußballs ein. Andreas Herzog war mit seinen Toren gegen Schweden der Vater der Qualifikation.

Andreas Herzog 1997

GEPA/Michael Riedler

1998 schoss Andreas Herzog das ÖFB-Team in den siebenten Fußball-Himmel

Mit seinem Traumtor beim „Schicksalsspiel“ in Wien brachte er das ausverkaufte Ernst-Happel-Stadion zum Überkochen. Die WM-Endrunde verlief dann nicht ganz nach Wunsch. Nach zwei Unentschieden gegen Kamerun (1:1) und Chile (1:1) verlor Rot-Weiß-Rot das entscheidende Vorrundenspiel gegen Italien mit 1:2.

Polster schießt ÖFB-Team nach Italien

Noch vier Jahre zuvor war man meilenweit von einer Reise in die USA entfernt, für die Österreicher blieb in der Qualigruppe nur Rang vier hinter Schweden, Bulgarien und Frankreich. In der Kampagne für die WM 1990 reichte ein zweiter Platz hinter der Sowjetunion zur Teilnahme. Vor allem das letzte Qualifikationsspiel gegen die DDR im November 1989 wird in Erinnerung bleiben.

ÖFB-Rekordtorschütze Toni Polster schoss Österreich mit einer Galavorstellung und drei Toren zur WM. Die Endrunde selbst war nicht zufriedenstellend. Österreich musste nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Zwei 0:1-Niederlagen gegen Italien und Tschechien stand ein 2:1-Erfolg gegen die USA gegenüber. Für das Achtelfinale zu wenig.

Zwei WM-Starts der „Cordoba-Generation“

Im Rennen um das Ticket für die WM 1986 scheiterten die Österreicher an ihren Qualigruppengegnern Ungarn und Niederlande. Davor hatte die „Cordoba-Generation“ um Hans Krankl und Prohaska zweimal in Folge die Qualifikation für die Endrunde geschafft. Für die WM 1982 gelang das mit einem zweiten Poolplatz hinter Deutschland, vier Jahre zuvor als Gruppensieger, womit eine 20-jährige Durststrecke beendet worden war.

Während die Endrunde 1978 dank des für das ÖFB-Team zwar sportlich unbedeutenden, aber legendären 3:2-Erfolgs über Deutschland in Erinnerung blieb, verspielten die beiden Länder vier Jahre später ihre Fußballehre. Österreich hatte Chile (1:0) und Algerien (2:0) geschlagen, und es genügte eine 0:1-Niederlage zum Aufstieg. Die Deutschen mussten gewinnen, um weiterzukommen. Und mit genau diesem Ergebnis erreichten beide die zweite Finalrunde, in der für Österreich Endstation war.

Südamerika-Trip 1962 zu teuer

1974 zogen die Österreicher im Entscheidungsspiel gegen Schweden in Gelsenkirchen (1:2) nur unglücklich den Kürzeren, in der Ausscheidung für 1970 und 1966 war die ÖFB-Truppe hingegen chancenlos. Auf eine Teilnahme an der Qualifikation für die WM 1962 in Chile wurde überhaupt verzichtet, weil sich der Verband damals einen Südamerika-Trip nicht leisten konnte. Ebenfalls aus finanziellen Gründen war schon von einer Mitwirkung an der Qualifikation für die Weltmeisterschaften 1930 (Uruguay) und 1950 (Brasilien) abgesehen worden.

Souverän sicherten sich die Österreicher einen Platz im Starterfeld der WM 1958, bei der nach Niederlagen gegen Brasilien (0:3) und die UdSSR (0:2) und einem 2:2-Remis gegen England nur den letzten Gruppenplatz blieb. Vier Jahre zuvor genügte für die Qualifikation ein klarer Play-off-Sieg gegen Portugal (9:1/h, 0:0/a), um wenig später bei der Endrunde für die bis dato beste WM-Platzierung zu sorgen.

Platz drei bei WM 1954

1954 kam es nach dem souveränen Einzug ins Viertelfinale ohne Gegentor gegen Gastgeber Schweiz zur legendären Hitzeschlacht. Das ÖFB-Team lag bereits 0:3 zurück, siegte am Ende im trefferreichsten WM-Spiel aller Zeiten aber noch mit 7:5. Im Semifinale lief die Österreich allerdings in ein 1:6-Debakel gegen Deutschland, tröstete sich aber nach einem 3:1 über Uruguay noch mit Rang drei.

Karl Zischek, Fritz Gschweidl, Matthias Sindelar, Roman Schramseis, Rudi Hiden, Georg Braun, Karl Gall, Pepi Blum, Pepi Smistik, Toni Schall und Adolf Vogl

APA/Sepp Graf

Das „Wunderteam“ dominierte zwischen 1931 und 1934 das Geschehen

Für einen Platz bei der WM 1934 mussten Matthias Sindelar und Co. nur Bulgarien vor eigenem Publikum mit 6:1 besiegen. Das 0:1 im Halbfinale gegen WM-Gastgeber Italien läutete dann allerdings das Ende des „Wunderteams“ von Hugo Meisl ein, das vom 12. April 1931 bis zum 3. Juni 1934 in 31 Länderspielen 21-mal als Sieger den Platz verließ, nur drei Niederlagen kassierte und 101 Tore schoss.

Beim Turnier vier Jahre später wäre Österreich nach einem 2:1 über Lettland ebenfalls dabei gewesen, der „Anschluss“ an Nazi-Deutschland machte jedoch eine Teilnahme unmöglich.

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