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Stadtliga schlägt Erste Liga

Darüber wird im zwölften Wiener Gemeindebezirk wohl noch lange gesprochen werden: Stadtliga-Aufsteiger Viktoria Wien hat Bundesliga-Absteiger Kapfenberg in der zweiten ÖFB-Cup-Runde eliminiert. Dreimal ging die Truppe von ÖFB-Stürmerlegende Toni Polster in Führung - und trotzdem musste der Aufstieg im Elfmeterschießen fixiert werden.

Die Truppe des Ex-ÖFB-Stürmers Polster begann furios - und nutzte den Heimvorteil auf Kunstrasen in Wien-Meidling. Nach nur sechs Minuten netzte Stefan Milosavljevic von halbrechts zur sensationellen Führung ein. Noch vor der Pause erhöhte US-Legionär Darryl Gordon vor 700 Zuschauern sogar auf 2:0 (31.).

Jubel von Wiener Viktoria

GEPA/Christian Ort

Dreimal ging die Viktoria in Führung - und siegte dann im Elfmeterschießen

Nach der Pause kämpfte sich der Bundesliga-Absteiger in die Partie zurück und hatte dabei auch Glück: Nach einem Lattentreffer der Wiener verkürzte Ramos Garcia traf nach seiner Einwechslung aus abseitsverdächtiger Position (75.). Vier Minuten später schlug sich Viktoria-Goalie Safin eine Freistoßflanke ins eigene Tor.

Viktoria in Verlängerung erneut in Führung

In der Verlängerung war es erneut der „Underdog“, der vorlegte: Stürmer Markus Kapeller brachte die Fans mit einem satten Schuss ins Kreuzeck zum Jubeln (94.). Doch auch darauf hatte der Erstligist eine Antwort: Nur vier Minuten später stellte KSV-Kapitän Dieter Elsneg per Abstauber wieder auf Unentschieden.

Im Elfmeterschießen versagten den Steirern dann aber die Nerven: David Sencar scheiterte an Goalie Murat Safin, der seinen Fehler wieder gutmachte und Joachim Standfest schoss über die Querlatte. Die Polster-Elf netzte hingegen viermal erfolgreich ein. „Es ist unfassbar, dass wir gewonnen haben, das ist eine Riesensensation. Wenn man bedenkt, dass wir drei Spieler wegen Verletzungen verloren haben, ist der Erfolg um so mehr wert“, jubelte der ÖFB-Teamrekordschütze.

Jubel von Wiener-Viktoria-Trainer Toni Polster

GEPA/Christian Ort

Viktoria-Coach Polster freut sich: „Es ist unfassbar, dass wir gewonnen haben.“

Regionalligist Kalsdorf wirft Hartberg raus

Die zweite Runde im Cup hatte am Montag mit einer Überraschung begonnen. Der Regionalligist SC Kalsdorf setzte sich vor eigenem Publikum gegen den Erste-Liga-Club TSV Hartberg mit 3:0 (2:0) durch - und hätte sogar noch höher gewinnen können.

Von der ersten Minute an dominierten die Kalsdorfer das steirische Duell nach Belieben und sorgten durch einen Doppelschlag von Tadej Trdina (11., 21.) schon früh für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Marco Heil in der 51. Minute, danach ließen die Gastgeber noch einige gute Chancen ungenützt.

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