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Löberbauer übernimmt als Interimstrainer

Tipp3-Bundesligist Wacker Innsbruck hat Konsequenzen aus der anhaltenden sportlichen Misere gezogen. Die Innsbrucker gaben am Mittwochvormittag nach einem Vorstandsgespräch die sofortige Trennung von Trainer Walter Kogler bekannt.

Kogler war seit 2008 für Wacker tätig, führte die Tiroler zwei Jahre später zurück in die höchste Spielklasse. Mit zuletzt sieben Niederlagen in Serie sind die Innsbrucker allerdings in eine Krise gestürzt. Vier Punkte fehlen dem Tabellenschlusslicht bereits auf den Vorletzten Wiener Neustadt. Koglers Vertrag wäre noch bis Saisonende gelaufen. Bis ein Nachfolger für den 44-jährigen Kärntner gefunden ist, übernimmt der bisherige Amateurcoach Werner Löberbauer interimistisch das Traineramt.

Innrbuck-Trainer Walter Kogler beim Leiten einer Trainingseinheit

GEPA/ Mathias Mandl

Walter Koglers Tage auf dem Tivoli sind gezählt

Bewerber um die Nachfolge

Unter Trainer Kogler war Innsbruck 2010 in die höchste Spielklasse zurückgekehrt. Dort lief es in dieser Saison bisher überhaupt nicht nach Wunsch. Seit einer 2:3-Heimniederlage gegen Wr. Neustadt Mitte August haben die Innsbrucker nur ein einziges Tor erzielt - und deren 16 erhalten. Am Samstag setzte es ein 1:4 bei der Admira. Die Stimmen, die eine Ablöse Koglers forderten, wurden danach in Tirol immer lauter.

Als aussichtsreichsten Nachfolgekandidaten nannte die „Tiroler Tageszeitung“ am Dienstag Wacker-Legende Michael Streiter, derzeit beim Zweitligisten SV Horn engagiert. Dass der FC Wacker sein „Herzensclub“ sei, daraus hat der frühere Verteidiger nie einen Hehl gemacht. Als weitere Alternativen wurden zuletzt Roland Kirchler vom Regionalligisten Wattens, der frühere ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini oder Ex-Meistermacher Kurt Jara kolportiert.

„Druck zu groß geworden“

Kogler selbst hatte bei den Tirolern nach dem Abstieg in die Zweitklassigkeit Helmut Kraft beerbt. Davor war der Ex-Internationale erfolgreich beim damaligen Zweitligisten DSV Leoben tätig. Im Februar 2011 verlängerte Kogler seinen Vertrag in Innsbruck bis Sommer 2013. Im Frühjahr war er nach zwei starken Bundesliga-Jahren mit Wacker sogar bei den Großclubs Red Bull Salzburg und Austria Wien im Gespräch gewesen. Wenige Monate später ist Kogler als erster Bundesliga-Trainer der neuen Saison seinen Job los.

Der Vorstandsbeschluss dafür wurde laut Wacker-Obmann Kaspar Plattner am Mittwochvormittag einstimmig getroffen. „Ich mache ihm keinen Vorwurf, er hat viel für den Verein getan“, betonte Plattner. „Zuletzt hat es aber nicht mehr funktioniert. Wenn die Punkte ausbleiben, bleibt einem nichts anderes mehr übrig. Der Druck ist zu groß geworden. Es geht hier nicht um einzelne Personen, sondern ausschließlich um das Wohl des FC Wacker Innsbruck.“

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