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Enttäuschende Nullnummer in Graz

Puntigamer Sturm Graz ist am Samstag in der zwölften Runde der tipp3-Bundesliga erfolglos gegen eine Mattersburger Abwehrmauer angelaufen. Die Grazer dominierten das Spiel, mussten sich vor 11.815 Zuschauern aber mit einem torlosen Remis begnügen.

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Für Sturm war es das vierte sieglose Spiel in Folge, womit die Steirer mit nun 18 Punkten bereits neun Zähler Rückstand auf Tabellenführer Red Bull Salzburg aufweisen. Mattersburg ist hingegen weiter seit Mai 2006 in Graz ohne Sieg und holte in den jüngsten sechs Partien nur zwei Punkte.

Andreas Hoelzl, Nikola Vujadinovic (Sturm), Wilfried Domoraud und Manuel Seidl (Mattersburg)

GEPA/Erwin Scheriau

Mattersburg stemmte sich gegen die Niederlage in Graz

Sturm überlegen, aber ohne Chancen

Vor den Augen von Eishockey-Star Thomas Vanek machte Sturm das Spiel, allerdings war meist am Strafraum Endstation. Denn Mattersburg stand wie erwartet tief und vor allem gut organisiert. Die Grazer fanden kein Mittel, diesen Riegel zu knacken. Ein Schuss von Michael Madl in der 35. Minute war da die beste Chance von Sturm in der ersten Hälfte.

Auf der anderen Seite tauchte Patrick Bürger dreimal gefährlich vor dem Tor von Johannes Focher auf, der neuerlich gegenüber ÖFB-Teamgoalie Christian Gratzei den Vorzug erhalten hatte. Zwei Kopfbälle der Mattersburger Solospitze (14., 20.) und ein Schuss aus spitzem Winkel (39.) verfehlten aber das Ziel.

Szabics vergibt Matchball

Nach der Pause drängte Sturm noch mehr auf den erlösenden Treffer, der aber nicht fallen wollte. Die größte Chance vergab Imre Szabics, der in der 54. Minute aus kurzer Distanz nicht richtig an den Ball kam. Martin Rodler konnte vor der Linie klären. Mattersburg kam in der 76. Minute einem Tor am nächsten, ein Schuss von Thorsten Röcher fiel aber zu schwach aus.

Stimmen zum Spiel:

Peter Hyballa (Sturm-Trainer): „Solche Spiele hat es schon öfter gegeben. Sie stellen sich einfach hinten rein und sagen, wir wollen einen Punkt mitnehmen. Es hat uns die Idee gefehlt, es war schwer. Die guten Torchancen haben uns gefehlt, 20 Meter vor dem Tor waren wir zu ungefährlich und haben unsere Qualitäten vermissen lassen. Barcelona hat für 1:1-Situationen einen Messi, wir aber nicht. Jetzt müssen wir in Wolfsberg auf Sieg spielen.“

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): „Ich habe gegen die Austria gesehen, wie stark Sturm ist. Unsere oberste Priorität war, kein Tor zu bekommen, das haben wir geschafft. Ein Punkt in Graz ist schon okay. Wenn man unverschämt ist, wären sogar drei Punkte drin gewesen, obwohl Sturm 90 Minuten dominiert hat. Ich freue mich jetzt auf das Innsbruck-Spiel, weil meine Mannschaft gut drauf ist.“

Tipp3-Bundesliga, 12. Runde

Samstag:

Sturm Graz - Mattersburg 0:0

UPC-Arena, 11.815 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Sturm: Focher - Hölzl, Dudic, Vujadinovic, Klem (56./Kaufmann) - Bukva, T. Kainz (77./Bodul), Madl, F. Kainz - Szabics, Okotie (58./Sukuta-Pasu)

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Mravac (36./Rodler), Rath - Höller (70./Domoraud), Steiner, Seidl, Röcher - Lovin (79./Prietl) - Bürger

Gelbe Karten: Okotie, Bukva, Kaufmann bzw. Bürger, Seidl, Farkas

Die Besten: F. Kainz, Madl bzw. Malic, Rodler

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