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Aus dem Auto geschleudert

Der Vorarlberger ÖSV-Läufer Björn Sieber ist am Freitag bei einem Autounfall in seiner Heimatgemeinde Schwarzenberg (Bregenzerwald) tödlich verunglückt. Sein Bruder wurde schwer verletzt. Der Kleinbus mit den beiden Brüdern stürzte rund 74 Meter einen Abhang hinunter, informierte die Polizei in Vorarlberg.

Demnach seien die beiden Männer mit ihrem VW-Bus in der Parzelle Klausberg auf einer schmalen Straße gegen 12.35 Uhr talwärts unterwegs gewesen, als sie an einer engeren Stelle einem stehenden Kleinbus auf der Gegenfahrbahn ausweichen wollten. Dabei kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und stürzte über den Hang - mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Vermutlich waren beide Insassen nicht angeschnallt, denn beide wurden bei dem Absturz aus dem Wagen geschleudert, so die Polizei. Für den 23-jährigen Europacup- und Weltcup-Läufer kam laut Angaben der Exekutive jede Hilfe zu spät, Sieber sei sofort tot gewesen. Sein Bruder Marc wurde mit schweren Verletzungen ins Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert. Inzwischen steht fest, dass Marc Sieber am Steuer saß, dieser war bei Bewusstsein und konnte Angaben dazu machen.

Tiefe Trauer im Skiverband

Das Mitgefühl des Vorarlberger Skiverbandes gehöre in diesen schweren Stunden der Familie des tödlich verunglückten Björn Sieber, hieß es in einer ersten Stellungnahme. Der Silber- und Bronzemedaillengewinner bei alpinen Junioren-Weltmeisterschaften hinterlässt im ÖSV-Team sportlich und menschlich eine große Lücke, teilte der Österreichische Skiverband in einer Presseaussendung mit. Sieber galt als eine der Nachwuchshoffnungen der Vorarlberger Skigemeinde.

ÖSV-Fahrer Björn Sieber auf dem Rettenbachferner

GEPA/Andreas Pranter

Sieber hatte am 19. Oktober noch auf dem Rettenbachferner trainiert

Sieber war 17-mal im Weltcup gestartet, zuletzt im vergangenen Februar in der Superkombination im russischen Sotschi. Sein bestes Ergebnis fuhr er 2011 als Siebenter der Superkombi in Bansko (BUL) ein. Für den Weltcup-Auftakt am Sonntag beim Riesenslalom in Sölden hatte sich Sieber in der ÖSV-Qualifikation nicht durchsetzen können, hätte aber als Vorläufer an den Start gehen sollen.

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