Höfl-Riesch bäckt nun kleinere Brötchen
Das Verhältnis ist entspannt, nach dem öffentlichen Disput im vergangenen Jahr haben die Skistars Maria Höfl-Riesch und Lindsey Vonn längst versöhnliche Töne angeschlagen. Auch die sportlichen Fronten auf der Piste sind geklärt. Denn Höfl-Riesch erwartet für die kommenden Jahre im Skiweltcup eine Dauerdominanz ihrer US-amerikanischen Rivalin.
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„Wenn Lindsey in der Form der letzten Saison fährt - ob es da einen Zweikampf gibt, das wage ich zu bezweifeln“, sagte die zweifache Olympiasiegerin zu ihren Erwartungen für die kommende Saison, die mit der WM in Schladming im Februar ihren Höhepunkt findet. Zu außergewöhnlich sei die vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin in der vergangenen Saison, in der sie die 2.000er-Marke nur um für sie ärgerliche 20 Punkte verpasst hatte.

APA/Barbara Gindl
Vonn (l.) und Höfl-Riesch beim Weltcup-Finale 2011/12 in Schladming
„Konstant, in allen Disziplinen war sie vorn dabei, hatte kaum Ausfälle“, lobte Höfl-Riesch. „Wenn sie so weitermacht, wird sie bis zum Ende ihrer Karriere kaum jemand schlagen können im Gesamtweltcup.“ Damit würde Vonn den Rekord der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll übertreffen, die die große Kristallkugel sechsmal gewinnen konnte. „Aber mein größte Ziel ist schon, bei der WM in Schladming erfolgreich zu sein“, sagte Höfl-Riesch, die Slalom-Weltmeisterin von 2009.
„So wie früher wird es nicht mehr“
Der Wettstreit mit Vonn findet in dieser Saison nur auf der Piste eine Fortsetzung. Das vor einem Jahr noch deutlich abgekühlte Verhältnis zu ihrer früheren Skifreundin sei „Gott sei Dank wieder entspannt“, erklärte Höfl-Riesch. „Es ist sicher nicht so wie früher, das kann es wahrscheinlich auch nicht mehr werden, dazu ist zu viel passiert und wir beide haben uns verändert. Aber wir haben alles aus der Welt geschafft, was zwischen uns stand.“ Dabei nicht hinderlich sei gewesen, „dass ihr Mann Thomas von der Bildfläche verschwunden ist“.
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