„Haben das schon öfters gemacht“
Die zweite Trainerentlassung der aktuellen Bundesliga-Saison nach jener von Walter Kogler bei Wacker Innsbruck ist seit Dienstag amtlich. Die SV Josko Ried trennte sich von Coach Heinz Fuchsbichler. Sein bisheriger Assistent Gerhard Schweitzer übernimmt gemeinsam mit Michael Angerschmid die Verantwortung, bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist.
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Der Fuchsbichler-Nachfolger wird wohl noch länger auf sich warten lassen. „Unser Ziel ist es, dass wir diese Entscheidung so schnell wie möglich treffen, aber in diesem Jahr wird sich das wahrscheinlich nicht mehr ausgehen“, erklärte Manager Stefan Reiter gegenüber der APA.
Reiter übernimmt Verantwortung
Der Oberösterreicher nahm sich im Zusammenhang mit der nicht zufriedenstellenden Entwicklung im Innviertel selbst nicht aus der Verantwortung. „Immerhin habe ja ich Fuchsbichler vorgeschlagen, aber irgendwie hat es nicht gepasst. Deshalb muss ich mich auch selbst hinterfragen.“
Reiter arbeitet bereits an einem Anforderungsprofil für den neuen Coach. „Aber das wird nicht deckungsgleich mit jenem im Sommer sein“, sagte Reiter, ohne ins Detail zu gehen. Allerdings ließ der 51-Jährige eine Präferenz für einen im Vergleich zu Fuchsbichler extrovertierten Trainer erkennen, was für ein Comeback von Paul Gludovatz sprechen würde. „Ein positives Merkmal von Paul war, dass er des Öfteren so richtig dazwischengefahren ist“, sagte Reiter.
Gludovatz-Rückkehr möglich
Gegen eine Rückkehr des Burgenländers an seine alte Wirkungsstätte sei grundsätzlich nichts einzuwenden, so Reiter. „Wir haben das in Ried schon öfters gemacht, zum Beispiel mit Gerhard Schweitzer“, meinte der Manager. Der aktuelle Interimscoach versteht sich mit Gludovatz spätestens seit gemeinsamen ÖFB-Zeiten sehr gut.
Gludovatz verließ die Rieder im vergangenen März, um einen Job als sportlicher Geschäftsführer bei Sturm Graz anzutreten. Diese Zusammenarbeit endete nach einem mehrwöchigen Krankenstand bereits Ende Juni. Danach war Gludovatz arbeitslos, bis er vor drei Wochen zum neuen Coach von Hartberg bestellt wurde. Beim Erste-Liga-Club besitzt der 66-Jährige einen unbefristeten Vertrag.
Seit der Ära von Gludovatz sind die Rieder erfolgsverwöhnt. Unter ihm wurden in der Saison 2010/11 der Cupsieg sowie die inoffiziellen Titel des Herbstmeisters und Winterkönigs geholt.
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