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Hoffen auf positiven Saisonabschluss

Das ÖFB-Team spielt am Mittwoch in Linz um den passenden Abschluss für ein positives Jahr. Unter Marcel Koller hat das ÖFB-Team 2012 bisher nur eine Niederlage kassiert - ein unglückliches 1:2 in der WM-Qualifikation gegen Deutschland. Im Test gegen die Elfenbeinküste (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) soll wie vor fünf Jahren (3:2 in Innsbruck) eine Überraschung gelingen.

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Mit den Ivorern bekommen die 13.800 Zuschauer im sanierten Linzer Stadion eine Mannschaft zu sehen, die weit mehr zu bieten hat als nur Stürmerstar Didier Drogba. „Wir müssen uns bewusst sein, dass wir auf die Nummer 15 der Welt treffen“, erinnerte Koller. „Die Spieler sollen mutig sein und mit Selbstvertrauen zu Werke gehen. Locker vom Hocker, ‚Die spielen wir aus‘ - das wird nicht funktionieren.“

Der fünfte Sieg im achten und letzten Länderspiel des Jahres wäre auch für Leo Windtner ein runder Abschluss. Der ÖFB-Präsident sieht aber in den Ivorern eine echte Herausforderung. „Das ist ein absolutes Topteam. Die Elfenbeinküste ist seit zwei Jahren praktisch ungeschlagen. Man wird eine Topleistung brauchen gegen diese starken Afrikaner“, erklärte der Oberösterreicher. „Ich hoffe aber, dass wir an die letzte Leistung gegen Kasachstan anschließen können und uns weiterentwickeln.“

Teamchef Marcel Koller und Emanuel Pogatetz im Training

GEPA/Felix Roittner

Teamchef Koller verlangt auch im Testspiel gegen die Ivorer vollen Einsatz

Drogba und eine robuste Defensive

Die Elfenbeinküste verfügt nicht nur über Drogba, sondern auch über eine körperlich überaus robuste Defensive. Zwei Spieler davon kennt Stürmer Marc Janko nur zu gut - seine Clubkollegen Sol Bamba und Didier Zokora. „Es werden harte Duelle. Sie haben eine sehr athletische Mannschaft“, erklärte Janko, der sich auf viele Luftduelle und Zweikämpfe einstellt. „Es wird ein schwieriges Spiel.“

Vor Drogba, der im Sommer von Champions-League-Sieger Chelsea zu Shanghai Shenua nach China abgewandert ist, hat Janko ebenfalls großen Respekt. „Er hat auf jeden Fall Extraklasse und ist noch immer einer der besten Stürmer der Welt“, sagte der Türkei-Legionär über den 34-jährigen Star der Elfenbeinküste, der in 89 Länderspielen bereits 58 Tore - zwei davon vor fünf Jahren in Innsbruck - erzielt hat.

ÖFB-Länderspiel

Mittwoch, Beginn 20.30 Uhr

Live in ORF eins und im Livestream

Österreich - Elfenbeinküste

Linzer Stadion, SR Kralovec

Mögliche Aufstellungen:

Österreich: Lindner - Klein, Prödl, Dragovic, Fuchs - Baumgartlinger, Alaba - Arnautovic, Junuzovic, Jantscher - Janko

Elfenbeinküste: Barry - Eboue, Bamba, Kolo Toure, Tiene - Zokora, Tiote, Yaya Toure, Gradel - S. Kalou, Drogba

Österreichs Teamgeist „wird gelebt“

Mit Kolo Toure und Yaya Toure haben die Ivorer wichtige Spieler von Manchester City in ihren Reihen. Dazu warten mit Salomon Kalou, Arouna Kone, Didier Zokora, Cheick Tiote und Emmanuel Eboue zahlreiche weitere Akteure mit langjähriger Premier-League-Erfahrung auf das ÖFB-Team. „Österreich hat eine starke Mannschaft, aber wir freuen uns auf das Spiel“, versicherte Galatasaray-Verteidiger Eboue.

Der geballten Kraft der „Elefanten“ will das ÖFB-Team mit einem starken Kollektiv begegnen. Der gestiegene Konkurrenzkampf und der Zusammenhalt des Teams ist für Koller eine Trumpfkarte. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern, die am Mittwoch ebenfalls Testspiele bestreiten, hat es im österreichischen Team keine einzige Absage gegeben. „Das zeigt, dass der Teamgeist gelebt wird. Das sind nicht nur Lippenbekenntnisse“, meinte Koller.

Stimmung besser als „in der Vergangenheit“

Windtner wertete diesen Umstand auch als Verdienst von Koller. „Die Teamspieler sind darauf erpicht, fast gierig, beim Nationalteam zu sein. Das ist ein positives Signal. Alle brennen darauf, ins Camp einzurücken, das spürt man“, erklärte der 62-Jährige. Auch Kapitän Christian Fuchs strich die Stimmung heraus: „Die Spieler kommen sehr gerne zum Nationalteam. Ohne nachtreten zu wollen, aber in der Vergangenheit war das vielleicht nicht immer der Fall“, sagte der Schalke-Legionär.

Mittlerweile ist aber auch die Qualität des Kaders größer. „Jeder ist sich bewusst, dass er an sich arbeiten muss“, erklärte Fuchs. „Die Konkurrenz schläft nicht. Wir haben eine sehr gute Mannschaft. Wir wissen aber auch, dass im Ernstfall alle an einem Strang ziehen“, erklärte der Kapitän, der das Länderspieljahr 2012 unbedingt „positiv abschließen“ will, bevor nach dem Test am 6. Februar gegen Wales im März die WM-Qualifikation gegen Färöer und Irland weitergeht.

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