Muss Vettel noch zittern?
Sebastian Vettel könnte die Feierlaune nach seinem drittem WM-Titel noch verdorben werden. Videomaterial von einem Überholmanöver des Red-Bull-Piloten haben einen Protest gegen die Wertung des Formel-1-Finales in Brasilien als möglich erscheinen lassen. Laut FIA-Rennleiter Charlie Whiting dürfte dem Weltmeister aber kein Fehlverhalten nachzuweisen sein.
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Das Bildmaterial, das im Internet kursiert, zeigt Vettel, wie er am Sonntag in Sao Paulo möglicherweise unter Gelben Flaggen den Franzosen Jean-Eric Vergne vom Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso überholt. Entsprechende Manöver werden während eines Rennens mit einer Durchfahrtsstrafe geahndet - nachträglich wird dementsprechend eine 20-Sekunden-Strafe verhängt.

AP/Andre Penner
In Sao Paulo kamen Safety Car und Gelbe Flaggen öfter zum Einsatz
Im fraglichen Fall geht es um eine Aktion in Runde vier. Nachdem der Deutsche gleich in der ersten Runde durch einen Unfall ans Ende des Feldes geraten war, arbeitete er sich in Sao Paulo schnell nach vorne und überholte dabei auch Vergne.
Großer Unterschied zwischen Platz sechs und acht
Vettel war am Sonntag Sechster geworden. Das reichte ihm, um zum dritten Mal nacheinander Weltmeister zu werden und Fernando Alonso im Ferrari mit drei Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz zu verweisen. Sollte Vettel durch eine 20-Sekunden-Strafe auf Rang acht zurückfallen, wäre allerdings Alonso mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister.
Spanische Medien hatten am Mittwoch berichtet, Ferrari und Alonso würden einen Einspruch gegen die Ergebnisse erwägen. Ferrari-Sprecher Luca Colajanni erklärte am Donnerstag: „Wir sehen uns das Video an. Wir haben bis Freitag für einen Einspruch Zeit.“ Der Rennstall forderte die FIA zudem schriftlich auf, das betreffende Überholmanöver zu prüfen. Alonso hatte davor via Twitter gestichelt: „Ich brauche keine Wunder, ich mache meine Wunder mit richtigen Gesetzen.“
„Alles richtig gemacht“
Donnerstagmittag veröffentlichte Autosport.com, dass das Manöver laut FIA regelkonform gewesen sei. Vettel habe sich demnach schon wieder im Bereich der Grünen Flaggen bewegt. Damit war das Überholen wieder erlaubt. Auch FIA-Rennleiter Charlie Whiting äußerte sich gegenüber „auto motor und sport“ (Onlineausgabe) zu den Vorwürfen. Laut dem 60-jährigen Engländer habe sich der dreifache Champion nichts zuschulden kommen lassen.
„Wenn die Ampeln nicht an den Flaggenposten installiert sind, dann gilt für den Fahrer das erste Signal, das gezeigt wird. Wird also eine gelbe Flagge geschwenkt und etwas später blinkt die Ampel gelb, dann beginnt das Überholverbot bereits bei der Flagge. Umgekehrt gilt das auch für grünes Licht“, erklärte Whiting die Regeln. „In Vettels Fall wurde zwischen der letzten gelben Ampel und der grünen Ampel eine grüne Flagge geschwenkt. Der Abstand beträgt hier 350 Meter. Vettel hat auf die Flagge reagiert und alles richtig gemacht.“
Grand Prix von Brasilien
| Endstand nach 71 Runden: |
| 1. |
Jenson Button |
GBR |
McLaren |
1:45,22,656 |
| 2. |
Fernando Alonso |
ESP |
Ferrari |
+2,754 |
| 3. |
Felipe Massa |
BRA |
Ferrari |
3,615 |
| 4. |
Mark Webber |
AUS |
Red Bull |
4,936 |
| 5. |
Nico Hülkenberg |
GER |
Force India |
5,708 |
| 6. |
Sebastian Vettel |
GER |
Red Bull |
9,453 |
| 7. |
Michael Schumacher |
GER |
Mercedes |
11,900 |
| 8. |
Jean-Eric Vergne |
FRA |
Toro Rosso |
28,653 |
| 9. |
Kamui Kobayashi |
JPN |
Sauber |
31,250 |
| 10. |
Kimi Räikkönen |
FIN |
Lotus |
1 Runde |
| 11. |
Witali Petrow |
RUS |
Caterham |
1 Runde |
| 12. |
Charles Pic |
FRA |
Marussia |
1 Runde |
| 13. |
Daniel Ricciardo |
AUS |
Toro Rosso |
1 Runde |
| 14. |
Heikki Kovalainen |
FIN |
Caterham |
1 Runde |
| 15. |
Nico Rosberg |
GER |
Mercedes |
1 Runde |
| 16. |
Timo Glock |
GER |
Marussia |
1 Runde |
| 17. |
Pedro de la Rosa |
ESP |
HRT |
2 Runden |
| 18. |
Narain Karthikeyan |
IND |
HRT |
2 Runden |
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