Moser beste ÖSV-Dame
Topfavoritin Lindsey Vonn hat am Freitag die Weltcup-Abfahrt der alpinen Skidamen in Lake Louise gewonnen und ihren zwölften Sieg auf dieser Strecke gefeiert. Die US-Amerikanerin deklassierte bei ihrem 54. Weltcup-Erfolg einmal mehr die Konkurrenz, Landsfrau Stacey Cook hatte 1,73 Sekunden Rückstand. Für die ÖSV-Damen verlief das Rennen bis auf zwei Ausnahmen nicht nach Wunsch.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Den dritten Platz teilten sich die Deutsche Maria Höfl-Riesch und die Liechtensteinerin Tina Weirather (je 1,74). Dahinter folgte als beste Österreicherin Stefanie Moser (1,87), die sich erstmals in ihrer Karriere bei einem Weltcup-Rennen so weit vorne platzieren konnte. Regina Sterz (vormals Mader) unterstrich mit Platz zwölf ihre guten Trainingsleistungen. Weltmeisterin Elisabeth Görgl belegte hingegen nur Rang 21. Anna Fenninger wurde 29., und Andrea Fischbacher verpasste mit Rang 31 knapp die Weltcup-Punkteränge.

APA/EPA/Mike Sturk
„Vonn-Zimmer“: Lake Louise bleibt fest in der Hand der Amerikanerin
Vonn war nervös
Vonn musste lange warten, bis sie in den Siegesjubel ausbrechen durfte. Das Rennen war nach 25 Läuferinnen für vierzig und dann nochmals für zwanzig Minuten wegen Nebels unterbrochen. Als schließlich insgesamt 30 Läuferinnen im Ziel waren, konnte das Rennen mit vollen Punkten gewertet werden. Bei Vonn war von den Darmproblemen, die sie vor zwei Wochen zu einem Spitalsaufenthalt gezwungen hatten, auf ihrer Lieblingsstrecke nichts mehr zu merken.
„Ich war ziemlich nervös am Start, weil ich ja einen Trainingslauf ausgelassen habe. Ich war auch etwas unsicher bezüglich der Skiauswahl. Ich habe alles gegeben und gesagt: alles oder nichts. Im Ziel war ich dann komplett erschöpft. Aber ich bin gut gefahren und sehr zufrieden“, sagte die 28-Jährige. Dass es zu einem US-Doppelsieg reichte, war für Vonn die Kirsche auf der Torte. „Ich freue mich auch sehr über den zweiten Platz für Stacy“, so die Siegerin.
Höfl-Riesch zieht Hut
Während Cook ihr Glück „kaum fassen“ konnte, ist Höfl-Riesch Spitzenplätze gewöhnt. „Im Training hatten wir bessere Bedingungen, aber ich denke, es war ein faires Rennen. Am Ende hat die Beste gewonnen, und das nicht zu knapp. Ich bin zufrieden, aber mein Ziel ist immer, an Lindsey ranzukommen oder sie zu schlagen. Es wird der Tag kommen. Aber so wie sie heute gefahren ist, ist es nicht gegangen.“
Aber wenn man sein Bestes gegeben habe und nicht mehr drinnen sei, müsse man das anerkennen, sagte die Deutsche. Trotz Nebelbank im Mittelteil kämpfte sich auch Weirather auf Rang drei. „Die Sicht war schlecht und ich dementsprechend angespannt, trotzdem habe ich einen soliden Lauf runtergebracht. Ich habe im Mittelteil nicht viel gesehen. Es war ein Kampf gegen den eigenen Instinkt, der sich zurückziehen würde, aber man muss aktiv bleiben. Angriff ist die beste Verteidigung.“
Moser hat „alles risikiert“
Moser durfte über ihre beste Weltcup-Platzierung jubeln. „Ich habe eine super Fahrt erwischt. Ich habe alles riskiert, und es ist voll aufgegangen. Ich bin überglücklich“, sagte die junge Tirolerin. Görgl rätselte hingegen über ihren großen Rückstand. „Die Fahrt ist mir gar nicht so schlecht vorgekommen. Ich habe es probiert, ich habe mich auch wohlgefühlt, ich habe versucht, Gas zu geben - ich kann mir das nicht so recht erklären“, so die Steirerin.

AP/Jonathan Hayward
Moser war die positivste Überraschung aus österreichischer Sicht
Fischbacher hingegen wusste die Gründe für ihr schwaches Abschneiden: „Ich bin in der Abfahrt sicher noch nicht in Topform, aber auch die Bedingungen waren sehr schwierig und wechselhaft“, erklärte die Salzburgerin. So wie die Super-G-Olympiasiegerin von 2010 blieben auch Nicole Schmidhofer, Tamara Tippler und Mariella Voglreiter als 34., 35. und 39. ohne Weltcuppunkte.
Damen-Abfahrt in Lake Louise
| 1. |
Lindsey Vonn |
USA |
1:52,61 |
| 2. |
Stacey Cook |
USA |
1:54,34 |
| 3. |
Maria Höfl-Riesch |
GER |
1:54,35 |
| . |
Tina Weirather |
LIE |
1:54,35 |
| 5. |
Stefanie Moser |
AUT |
1:54,48 |
| 6. |
Nadja Kamer |
SUI |
1:54,49 |
| 7. |
Daniela Merighetti |
ITA |
1:54,51 |
| 8. |
Julia Mancuso |
USA |
1:54,55 |
| 9. |
Dominique Gisin |
SUI |
1:54,62 |
| 10. |
Marion Rolland |
FRA |
1:54,67 |
| 11. |
Laurenne Ross |
USA |
1:54,95 |
| 12. |
Regina Sterz |
AUT |
1:54,99 |
| 13. |
Viktoria Rebensburg |
GER |
1:55,03 |
| 14. |
Gina Stechert |
GER |
1:55,07 |
| 15. |
Carolina Ruiz Castillo |
ESP |
1:55,23 |
| 16. |
Marie Marchand-Arvier |
FRA |
1:55,25 |
| 17. |
Marianne Kaufmann-Abderhalden |
SUI |
1:55,41 |
| 18. |
Fabienne Suter |
SUI |
1:55,42 |
| 19. |
Elena Fanchini |
ITA |
1:55,55 |
| 20. |
Tina Maze |
SLO |
1:55,87 |
| 21. |
Elisabeth Görgl |
AUT |
1:55,94 |
| 22. |
Lara Gut |
SUI |
1:56,11 |
| 23. |
Ilka Stuhec |
SLO |
1:56,17 |
| 24. |
Francesca Marsaglia |
ITA |
1:56,18 |
| 25. |
Chemmy Alcott |
GBR |
1:56,20 |
| 26. |
Verena Stuffer |
ITA |
1:56,22 |
| 27. |
Margot Bailet |
FRA |
1:56,24 |
| 28. |
Veronique Hronek |
GER |
1:56,30 |
| 29. |
Anna Fenninger |
AUT |
1:56,31 |
| 30. |
Edit Miklos |
HUN |
1:56,36 |
| 31. |
Andrea Fischbacher |
AUT |
1:56,59 |
| 34. |
Tamara Tippler |
AUT |
1:56,76 |
| 35. |
Nicole Schmidhofer |
AUT |
1:56,82 |
| 39. |
Mariella Voglreiter |
AUT |
1:57,11 |
Links: