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Böse Überraschung nach US-Dienstreise

Andreas Evers, der langjährige Skitrainer von Hermann Maier, ist am Montag in der Nähe von Salzburg wegen des Verdachts der Geldwäsche festgenommen worden. Evers befand sich gerade auf der Rückreise vom Übersee-Weltcup. Er war 17 Jahre lang beim ÖSV tätig, ehe er im Frühjahr die US-Abfahrer übernahm. Nach einem Geständnis wurde er am Dienstag auf freien Fuß gesetzt.

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Evers’ vorübergehende Festnahme am Montag erfolgte unerwartet. Marcus Neher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, bestätigte einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung „Österreich“. Der Ex-ÖSV-Coach soll 1,4 Millionen Euro, die seine frühere Lebensgefährtin ihrem Arbeitgeber veruntreut hatte, an sich genommen und teilweise ausgegeben bzw. zum Teil veranlagt haben.

Ex-Freundin erstattete Anzeige

Die Salzburgerin hatte im Zeitraum von 2001 bis 2005 große Summen veruntreut und ist laut Neher deswegen am Landesgericht Wien rechtskräftig verurteilt worden. Als Schaden wurde damals ein Betrag von 7,6 Millionen Euro angenommen. Die Staatsanwaltschaft hat nun den Verdacht, dass der Trainer von seiner ehemaligen Freundin rund 1,4 Mio. Euro erhalten hat und dabei auch gewusst haben soll, dass dieses Geld aus einer Straftat stammt. Ein Teil der Summe sei von Evers verbraucht worden.

Hermann Maier und Andreas Evers, 2004

GEPA/Hans Simonlehner

Evers mit seinem früheren Schützling Hermann Maier

Laut „Österreich“ soll die frühere Freundin selbst Anzeige gegen den Trainer erstattet haben. Die Frau sei erst vor knapp zwei Monaten aus der Haft entlassen worden, nachdem sie 30 Monate der insgesamt vierjährigen Strafe abgesessen hatte. Sie selbst habe Evers am Montag nach der Rückkehr von den Weltcup-Rennen in den USA in München vom Flughafen abgeholt. Da die Staatsanwaltschaft inzwischen einen Festnahmeantrag gegen ihn erlassen hatte, wurde er im Bereich der Autobahnabfahrt Wals festgenommen, sagte Neher.

Nach Geständnis auf freiem Fuß

Nach der Einvernahme durch die Haftrichterin am frühen Dienstagabend wurde Evers aus der Justizanstalt Salzburg wieder entlassen. Der Trainer habe ein umfangreiches Geständnis abgelegt, weshalb für die Richterin kein Grund für Verhängung der Untersuchungshaft mehr vorlag, begründete Neher.

Der Beschuldigte wurde gegen gelindere Mittel entlassen. Der Salzburger muss sich nun regelmäßig bei Gericht melden, seinen Aufenthaltsort bekanntgeben und darf die Ermittlungen nicht behindern. Er darf seinen Reisepass behalten und somit auch ins Ausland fahren.

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