Sturm holt Punkt gegen den Meister
Red Bull Salzburg hat in der vorletzten Bundesliga-Runde des Jahres die Chance auf den Winterkönig verspielt. Der Titelverteidiger kam am Samstag auswärts gegen Puntigamer Sturm Graz nicht über ein 1:1 hinaus und liegt damit bereits sieben Punkte hinter Spitzenreiter Austria. Auch Sturm rangiert weiterhin nur drei Punkte hinter Salzburg.
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Dass die Grazer mit der Salzburger Millionentruppe mithalten können, stellten sie vor allem in der ersten Hälfte unter Beweis. Die Hausherren begannen schwungvoll und gingen bereits mit ihrer ersten Chance in Führung. Leonhard Kaufmann marschierte in der achten Minute in den Strafraum und spielte einen Querpass auf Richard Sukuta-Pasu, der nur noch aus kurzer Distanz einschieben musste.

GEPA/David Rodriguez
Sukuta-Pasu brachte die Steirer früh in Führung
Der ohne die verletzten Christoph Leitgeb und Kevin Kampl angetretene Meister geriet durch den frühen Rückstand sichtlich aus dem Konzept und fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Einzige nennenswerte Chance vor der Pause war ein knapper Fehlschuss von Jonathan Soriano (17.), in der 41. Minute forderten die Gäste nach einem Zweikampf zwischen Martin Ehrenreich und Sadio Mane vergeblich einen Elfmeter (41.). Sturm hatte die Partie unter Kontrolle, wurde aber selbst nur bei einem von Alexander Walke parierten Kaufmann-Schuss (28.) halbwegs gefährlich.
Mane gleicht im zweiten Versuch aus
Nach dem Seitenwechsel kamen die Salzburger mit deutlich mehr Engagement aus der Kabine. Andreas Ulmer gab in der 46. Minute einen ersten Warnschuss ab, sieben Minuten später traf Valon Berisha nach einer sehenswerten Kombination nur die Stange - den abspringenden Ball versenkte Mane, das Tor wurde jedoch wegen Abseits aberkannt.
Sturm hatte immerhin eine von Walke vereitelte Okotie-Chance (50.) und einen von Franz Schiemer vor der Linie geklärten Kaufmann-Schuss (59.) zu bieten, musste aber doch noch den Ausgleich hinnehmen. In der 65. Minute lupfte Soriano den Ball auf den eingewechselten Georg Teigl, der Mane bediente - der Senegalese stellte per Kopf auf 1:1.
Danach sahen die gut 10.000 Zuschauer einen offenen Schlagabtausch. Die beste Sturm-Chance vergab Rubin Okotie, der an Walke scheiterte (76.). Auf der Gegenseite übersah Schiedsrichter Manfred Krassnitzer ein Elferfoul von Christian Klem an Teigl (88.). Teigl war es auch, der in der 92. Minute den Matchball vergab und knapp am langen Eck vorbeizielte. Damit ist Sturm bereits seit neun Runden ungeschlagen.
Stimmen zum Spiel:
Peter Hyballa (Sturm-Trainer): „Wir haben gut begonnen. In der zweiten Hälfte sind wir bis zum Ausgleich zu tief gestanden. Wir können mit dem Punkt zufrieden sein, denn wir hätten auch verlieren können. Unser Problem war, dass wir zu umständlich gespielt haben. Unsere Pässe sind zu lasch gekommen. Insgesamt ist unsere Entwicklung gegen Salzburg positiv. Jetzt geben wir noch eine Woche Vollgas. Bis zum Austria-Spiel erwarte ich, dass sich alle den Hintern aufreißen.“
Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): „Ich bin extrem frustriert und enttäuscht. Wir waren nicht konsequent genug und etwas schlampig. Wir hätten unsere Chancen nützen müssen. In der zweiten Hälfte war es besser, da haben wir vertikaler gespielt. Es ist schade, dass die Austria immer weiter davonzieht. Aber wenn wir im Frühjahr den kompletten Kader zur Verfügung haben, traue ich uns schon zu, einen Lauf zu starten.“
Tipp3-Bundesliga, 19. Runde
Samstag:
Sturm Graz - Salzburg 1:1 (1:0)
UPC-Arena, 10.041 Zuschauer, SR Krassnitzer
Torfolge:
1:0 Sukuta-Pasu (8.)
1:1 Mane (66.)
Sturm: Focher – Ehrenreich, Dudic, Vujadinovic, Klem – Madl, T. Kainz (79./Bukva) – Kaufmann, Sukuta-Pasu, F. Kainz (77./Schloffer) – Okotie (88./Szabics)
Salzburg: Walke - Klein, Schiemer, Vorsah (68./Hinteregger), Ulmer - Ilsanker - Berisha, Lazaro (59./Teigl), Mane - Nielsen (77./Otubanjo), Soriano
Gelbe Karten: Ehrenreich bzw. Vorsah, Lazaro
Die Besten: Sukuta-Pasu, T. Kainz bzw. Berisha, Nielsen
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