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„Ein Riesenschock für das Team“

Ein schwerer Sturz von Daniela Iraschko hat am Samstag das Weltcup-Springen der Frauen in Hinterzarten (Deutschland) überschattet. Die Steirerin verlor im ersten Durchgang bei der Landung die Kontrolle über den linken Ski und blieb nach dem Sturz regungslos im Auslauf liegen. Laut ÖSV-Information war Iraschko immer bei Bewusstsein. Sie wurde mit Verdacht auf eine Knieverletzung ins Spital gebracht.

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Im Krankenhaus in Neustadt soll eine Computertomographie eine genaue Diagnose liefern. Die amtierende Weltmeisterin würde bei einer schweren Verletzung die anstehenden Titelkämpfe in Val di Fiemme Ende Februar verpassen. „Das ist ein riesengroßer Schock für unser kleines Team“, sagte ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer nach den ersten Schrecksekunden. „Jetzt müssen wir einmal abwarten, was die Ärzte für eine Diagnose stellen werden.“

Abtransport der verletzten Skispringerin Daniela Iraschko

APA/dpa/Joachim Hahne

Iraschko wurde nach ihrem schweren Sturz von Rettungskräften abtransportiert

Unmittelbar nach einer ersten Untersuchung im Krankenhaus in Neustadt wurde Iraschko jedenfalls zu einer genaueren Diagnosestellung in die Privatklinik nach Hochrum bei Innsbruck überstellt. Die behandelnde deutsche Ärztin in Neustadt äußerte zwar vorsichtigen Optimismus, aber man wollte im Lager des ÖSV auf Nummer sicher gehen. Ob es noch am Samstag die genaue Diagnose gibt, war vorerst nicht sicher. Dr. Christian Hoser wird das lädierte Knie von Iraschko genau untersuchen.

Linkes Knie „ließ aus“

Iraschko sei bei ihrem Sprung auf 97 Meter, mit dem sie sich trotz Sturzes für den zweiten Durchgang qualifiziert hätte, sauber gelandet. „Und dann hat plötzlich ihr linkes Knie ausgelassen“, berichtete Rodlauer über die dramatischen Momente. „Dadurch ist sie dann gestürzt. Bis auf das Knie dürfte laut der Ärzte alles in Ordnung sein, aber was ihr nun wirklich fehlt, müssen wir erst noch abwarten. Daniela war aber stets bei Bewusstsein und ganz normal ansprechbar.“

Iraschkos ÖSV-Teamkollegin Jacqueline Seifriedsberger konnte den Wettkampf danach als Vierte beenden. „In Anbetracht der Umstände nach Danis Sturz eine Superleistung“, lobte Rodlauer die Oberösterreicherin, die am 20. Jänner ihren 22. Geburtstag feiert. Seifriedsberger hat bisher zwei dritte Plätze als ihre bisher einzigen Weltcup-Podestplatzierungen zu Buche stehen. Der Sieg ging an Sarah Hendrickson. Die US-Amerikanerin verwies die Japanerin Sara Takanashi und Coline Mattel aus Frankreich auf die Plätze.

Weltcup der Frauen in Hinterzarten

Endstand:
1. Sarah Hendrickson USA 97,5/98,5 243,6
2. Sara Takanashi JPN 99,0/98,0 242,2
3. Coline Mattel FRA 97,5/97,5 240,4
4. Jacqueline Seifriedsberger AUT 96,5/96,5 238,8
5. Katja Pozun SLO 97,0/96,0 232,9
6. Anette Sagen NOR 97,5/94,5 231,8
7. Evelyn Insam ITA 94,5/98,0 231,2
8. Ursa Bogataj SLO 98,5/93,0 222,4
9. Carina Vogt GER 95,0/91,5 221,6
10. Alexandra Pretorius CAN 95,0/95,0 221,1
11. Lindsey Van USA 92,5/95,0 219,7
12. Jessica Jerome USA 95,5/92,5 219,1
13. Spela Rogelj SLO 95,0/91,5 217,7
14. Maja Vtic SLO 94,5/96,5 216,2
15. Atsuko Tanaka CAN 96,0/89,0 215,1
16. Anja Tepes SLO 94,5/92,0 215,0
17. Line Jahr NOR 92,5/92,5 212,1
18. Yuki Ito JPN 96,0/90,5 209,9
19. Katharina Althaus GER 90,0/93,0 206,1
20. Lea Lemare FRA 92,5/91,5 206,0
21. Alissa Johnson USA 94,0/91,5 205,9
22. Abby Hughes USA 92,5/92,5 203,7
23. Elena Runggaldier ITA 91,5/90,5 201,6
24. Julia Clair FRA 90,5/90,5 200,8
25. Bigna Windmüller SUI 86,5/90,0 197,0
26. Melanie Faißt GER 86,5/89,5 193,4
27. Eva Logar SLO 90,5/89,5 188,6
28. Juliane Seyfarth GER 88,5/88,5 183,5
29. Seiko Koasa JPN 86,0/87,5 182,5
30. Michalea Dolezelova CZE 88,5/85,0 178,5

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