Wurm und Tritscher überzeugen als Duo
Das ÖSV-Duo Bernhard Tritscher und Harald Wurm hat am Sonntag bei der nordischen WM in Val di Fiemme im Langlauf-Team-Sprint nach einer starken Leistung mit 8,3 Sekunden Rückstand Rang sieben belegt. Der Titel im Finale der besten zehn Teams ging nach 6 x 1,5 km in der freien Technik an Russland vor Schweden (+ 0,4) und Kasachstan (0,7).
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„Mit Rang sieben sind wir sehr glücklich. Unser Ziel war das Finale, das haben wir erreicht. Jeder Platz weiter vorne war eine schöne Zugabe“, bilanzierte der 28-jährige Startläufer Wurm. Auch bei Tritscher war die Freude groß über die Topplatzierung. „Das war heute ein super Rennen. Wir sind mit Rang sieben voll zufrieden und haben gesehen, dass nach vorne nicht mehr viel fehlt. Wir haben noch ein paar Jahre, irgendwann wird es hoffentlich zu einer Medaille reichen“, sagte der 24-Jährige.

GEPA/Wolfgang Jannach
Tritscher war ebenso wie Teamkollege Wurm körperlich am Limit
Schwere Strecke verlangt alles ab
Im Halbfinale qualifizierten sich Wurm/Tritscher als Fünfte ihres Laufes über die Zeit für das Finale. Die schwere Strecke mit ihrer tiefen Spur verlangte dabei den Athleten alles ab. So blieben etwa die starken Norweger Petter Northug und Paal Golberg als Elfte im Semifinale auf der Strecke. „Das war sicher eines der härtesten Rennen meines Lebens. Vor allem im Halbfinale, wo jede Mannschaft auch gegen die Uhr läuft, war das Tempo unglaublich hoch“, erklärte Wurm.
„Das Halbfinale war extrem schnell, aber es ist uns gelungen, von Beginn an Druck zu machen“, erklärte der Salzburger Tritscher. Wurm hatte sich im Halbfinale voll verausgabt. „Da war mir schwarz vor den Augen, ich habe mir gedacht, wie soll ich da jetzt noch dreimal herumlaufen?“, sagte der Tiroler, der sich aber rechtzeitig für das Finale erholen und gut mit der Spitze mithalten konnte.
Chefcoach lobt „sensationelle Leistung“
In der Entscheidung war dann die erste Runde von Taktik geprägt. Danach kam es zu harten Positionskämpfen, ehe es in der Schlussrunde voll zur Sache ging. ÖSV-Cheftrainer Gerald Heigl lobte seine Schützlinge in den höchsten Tönen. „Das war eine sensationelle Leistung. Mit Rang sieben noch vor Norwegen zu sein ist ein toller Erfolg. Unser Ziel war immer, ins Finale zu kommen, aber als ich erstmals die Strecke gesehen habe, war ich etwas skeptisch, weil sie doch Distanzläufer bevorzugt.“
Nikita Kriukow zeigte aber, dass auch Sprinter Chancen hatten. Der Russe holte nach dem Sprint-Sieg in der klassischen Technik gemeinsam mit Alexej Petuchow seine zweite Goldmedaille bei der WM in Val di Fiemme. Titelverteidiger Kanada blieb nach Zielfotoentscheidung nur der vierte Platz. Österreich verpasste die Siegerehrung der besten sechs Teams um 3,05 Sekunden.
US-Damen holen souverän Gold
Bei den Damen sicherten sich die USA die Goldmedaille. Das Duo Jessica Diggins und Kikkan Randall setzte sich mit einem Vorsprung von 7,8 Sekunden vor den Schwedinnen Charlotte Kalla/Ida Ingemarsdotter durch. Bronze ging an die Finninen Riikka Sarasoja-Lilja/Krista Lähteenmäki (10,9). Den ÖSV-Duo Kerstin Muschet und Katerina Smutna blieb als Achte ihres Semifinales der Einzug in das Finale verwehrt. Sie belegten im Endklassement Rang 16.
Smutna war 24 Stunden nach dem 18. Platz im Skiathlon schon wieder im Einsatz. „Nach dem gestrigen Rennen war es sehr schwierig, die Strecke war hart, ein Tag Pause wäre besser gewesen“, sagte Smutna. Den letzten gemeinsamen Team-Sprint vor der WM hatte das Duo vor fünf Jahren in Düsseldorf bestritten, Muschet war seither kaum einmal im Weltcup dabei. „Es ist schwierig, wenn man nur ein Rennen im Jahr hat“, sagte die 24-jährige Kärntner Sprint-Spezialistin. „Für mich war es vor allem wichtig, Erfahrung zu sammeln.“
Herren-Team-Sprint (6 x 1,5 km Skating)
| 1. |
Nikita Kriukow / Alexej Petuchow |
RUS |
21:30,9 |
| 2. |
Marcus Hellner / Emil Jönsson |
SWE |
+ 0,4 |
| 3. |
Nikolaj Tschebotko / Alexej Poltoranin |
KAZ |
0,7 |
| 4. |
Devon Kershaw / Alex Harvey |
CAN |
0,7 |
| 5. |
David Hofer / Federico Pellegrino |
ITA |
3,5 |
| 6. |
Jean Marc Gaillard / Maurice Manificat |
FRA |
5,3 |
| 7. |
Harald Wurm / Bernhard Tritscher |
AUT |
8,3 |
| 8. |
Dusan Kozisek / Ales Razym |
CZE |
8,4 |
| 9. |
Tim Tscharnke / Axel Teichmann |
GER |
9,7 |
| 10. |
Sergej Dolidowitsch / Michail Semenow |
BLR |
11,5 |
Damen-Team-Sprint (6 x 1,2 km Skating)
| 1. |
Jessica Diggins / Kikkan Randall |
USA |
20:24,4 |
| 2. |
Charlotte Kalla / Ida Ingemarsdotter |
SWE |
+ 7,8 |
| 3. |
Riikka Sarasoja-Lilja / Krista Lähteenmäki |
FIN |
10,9 |
| 4. |
Ingvild Flugstad Östberg / Maiken Caspersen Falla |
NOR |
20,8 |
| 5. |
Marina Piller / Ilaria Debertolis |
ITA |
21,4 |
| 6. |
Katja Visnar / Vesna Fabjan |
SLO |
25,1 |
| 7. |
Natalia Korostelewa / Natalia Matwejewa |
RUS |
34,0 |
| 8. |
Hanna Kolb / Denise Herrmann |
GER |
34,1 |
| 9. |
Sylwia Jaskowiec / Agnieszka Szymanczak |
POL |
46,0 |
| 10. |
Celia Aymonier / Coraline Hugue |
FRA |
46,5 |
| 16. |
Katerina Smutna / Kerstin Muschet |
AUT |
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