Super-G-Durststrecke endet in Garmisch
Anna Fenninger hat am Sonntag mit ihrem ersten Weltcup-Sieg im Super-G überrascht. Die Salzburgerin gewann in Garmisch-Partenkirchen 0,20 Sekunden vor der deutschen Lokalmatadorin Maria Höfl-Riesch, US-Star Julia Mancuso wurde Dritte (+ 0,23 Sek.) vor der Slowenin Tina Maze und konnte das Duell um den Spezialweltcup damit offenhalten.
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Während Fenninger im Ziel über ihren zweiten Saisonsieg nach dem Triumph im Semmering-Riesenslalom im Dezember und den ersten Super-G-Erfolg der ÖSV-Damen seit Elisabeth Görgl vor mehr als drei Jahren (Lake Louise) jubelte, freute sich Nicole Hosp über den sechsten Platz (0,81) und damit ihr nächstes Topergebnis im Super-G. Drittbeste der ÖSV-Damen war Regina Sterz als Elfte (1,25), Görgl kam 1,51 Sek. hinter Fenninger als 16. ins Ziel.
Dort strahlte Fenninger mit der Sonne um die Wette. „Vorgestern hat es auch nicht weit gefehlt, da war es sehr knapp. Heute hab’ ich das Glück auf meiner Seite gehabt. Dass ich diesen Sieg in Garmisch feiern darf, wo ich schon so erfolgreich war, freut mich extrem,“ sagte die Super-Kombi-Weltmeisterin von 2011 auf Kandahar und Gudiberg. Den Super-G am Freitag auf der Kandahar, Nachtragsrennen für den in Val d’Isere ausgefallenen Bewerb, gewann - bei jedoch anderer Streckenführung - Tina Weirather (LIE) vor den Ex-aequo-Zweiten Maze und Mancuso, Fenninger und Hosp.

Reuters/Michael Dalder
Fenninger sorgte in Garmisch für ÖSV-Jubel
Früchte der harten Arbeit
Fenninger war glücklich, dass es endlich mit dem Sieg im Super-G geklappt hat, achtmal war sie schon auf dem Stockerl gestanden. „Ich habe mich so gefreut, dass es grün aufgeleuchtet hat, als ich ins Ziel kam. Ich habe echt lange darauf gewartet, war so oft so knapp dran. Ich freue mich, dass ich endlich das ernten kann, wofür ich lange gearbeitet hab.“ Leicht sei es nicht gewesen, vor allem nach der Abfahrt. „Da haben die Bedingungen nicht mitgespielt, dass ich vorne mitmischen kann. Ich war extrem angefressen. Und wollte das heute im Super-G ummünzen.“
Höfl-Riesch, bereits Dritte der Abfahrt, schaffte es bei ihren Heimrennen erneut aufs Podest. „Es war keine ganz perfekte Fahrt, aber das schafft im Super-G selten jemand. Ich habe gewusst, dass es noch schneller geht. Aber im Super-G war ich in diesem Winter noch nicht auf dem Podest. Deshalb ist auch der zweite Platz ein Riesenerfolg“, sagte die Zweite des Gesamtweltcups.
Hosp prolongierte mit Rang sechs ihren Aufwärtstrend. „Ich bin auf jeden Fall happy, ich habe mich gut gefühlt im oberen Bereich. Leider habe ich eine Kurve ein bisserl verpatzt, dort habe ich die Zeit liegen gelassen. Aber es ist wieder gutes Ergebnis. Ich bin beim Finale dabei und das war mein Ziel, das taugt mir.“ Nicole Schmidhofer schied nach guter Fahrt kurz vor dem Ziel aus.
Morddrohung gegen Maze
Dass Maze wiederum ihren 21. Podestplatz in der laufenden Saison und damit auch die Entscheidung im Super-G-Weltcup am Sonntag verpasste, könnte an der nervlichen Belastung im Vorfeld gelegen haben. Nach Angaben des Veranstalters habe die Saisondominatorin am Vortag eine Morddrohung bekommen und sei während des Rennens unter dem Schutz der Polizei gestanden.
„Wir haben per E-Mail eine Morddrohung bekommen, die wir sehr ernst nehmen. Sie ist leider gegen Tina Maze gerichtet. Wir gewährleisten ihren Schutz“, so OK-Chef Peter Fischer. In der TV-Übertragung waren zudem zwei Polizisten im Startbereich des Super-G in der Nähe der Gesamtweltcup-Siegerin aus Slowenien zu sehen. Ein Polizeisprecher bestätigte der eine Drohung gegen eine Sportlerin in einer E-Mail, die analysiert worden sei.
„Das ist wohl Teil des Spiels“
„Was da passiert ist, ist wirklich nicht schön, aber das gehört dazu und ist wohl Teil des Spiels, denke ich. Für mich ist so etwas neu, ich habe das noch nicht erlebt. Deshalb habe ich auch keine Worte dafür. Die Polizei war seit gestern Nachmittag bei mir und ich denke, die bleibt noch. Ich habe versucht, mich aufs Rennen zu konzentrieren“, sagte Maze, die „nicht die beste Performance“ zeigte. „Aber der vierte Platz ist auch gut“, meinte sie und sprach von einem „tollen Wochenende“.
Im Spezialweltcup liegt die Slowenin nach dem vierten Platz nun 55 Zähler vor Mancuso, Fenninger stieß mit nun 116 Punkten Rückstand auf den dritten Platz vor. Für die Damen geht es nächste Woche mit einem Riesenslalom und einem Slalom in Ofterschwang weiter, ehe es zum Weltcup-Finale nach Lenzerheide geht.
Zweiter Damen-Super-G in Garmisch
| Endstand: |
| 1. |
Anna Fenninger |
AUT |
1:20,43 |
| 2. |
Maria Höfl-Riesch |
GER |
1:20,63 |
| 3. |
Julia Mancuso |
USA |
1:20,66 |
| 4. |
Tina Maze |
SLO |
1:20,86 |
| 5. |
Veronique Hronek |
GER |
1:21,23 |
| 6. |
Nicole Hosp |
AUT |
1:21,24 |
| 7. |
Lara Gut |
SUI |
1:21,36 |
| 8. |
Tina Weirather |
LIE |
1:21,37 |
| 9. |
Fabienne Suter |
SUI |
1:21,45 |
| 10. |
Viktoria Rebensburg |
GER |
1:21,53 |
| 11. |
Regina Sterz |
AUT |
1:21,68 |
| 12. |
Elena Curtoni |
ITA |
1:21,73 |
| 13. |
Jessica Lindell-Vikarby |
SWE |
1:21,75 |
| 14. |
Marie Marchand-Arvier |
FRA |
1:21,83 |
| 15. |
Verena Stuffer |
ITA |
1:21,85 |
| 16. |
Leanne Smith |
USA |
1:21,93 |
| 17. |
Elisabeth Görgl |
AUT |
1:21,94 |
| 18. |
Nadia Fanchini |
ITA |
1:22,04 |
| . |
Dominique Gisin |
SUI |
1:22,04 |
| 20. |
Fränzi Aufdenblatten |
SUI |
1:22,13 |
| 21. |
Carolina Ruiz Castillo |
ESP |
1:22,16 |
| 22. |
Lisa Magdalena Agerer |
ITA |
1:22,23 |
| . |
Laurenne Ross |
USA |
1:22,23 |
| 24. |
Stefanie Köhle |
AUT |
1:22,37 |
| 25. |
Stacey Cook |
USA |
1:22,40 |
| 26. |
Tessa Worley |
FRA |
1:22,44 |
| 27. |
Andrea Fischbacher |
AUT |
1:22,45 |
| 28. |
Marion Rolland |
FRA |
1:22,48 |
| 29. |
Marie-Michele Gagnon |
CAN |
1:22,52 |
| 30. |
Andrea Dettling |
SUI |
1:22,66 |
| Weiters: |
| 36. |
Margret Altacher |
AUT |
1:23,42 |
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