Erster Play-off-Sieg bei den „Bullen“
Die UPC Vienna Capitals haben im Kampf um den Einzug ins Finale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) ihre Chance gewahrt. Die Wiener feierten am Dienstagabend im vierten Halbfinal-Spiel der „Best of seven“-Serie einen 2:1-Erfolg in Salzburg und glichen damit auf 2:2 aus. Am Freitag (19.30 Uhr) steht in Wien die nächste Partie auf dem Programm.
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Jonathan Ferland erzielte vor 3.600 Zuschauern in der ausverkauften Eisarena Salzburg nach einer schönen Kombination 2:34 Minuten vor dem Ende den entscheidenden Treffer für die Caps. Die Wiener belohnten sich damit für eine starke Vorstellung. Die Wiener, die nach der 1:3-Heimniederlage am Sonntag unter Druck standen, starteten ambitioniert, liefen in einen klassischen Fehlstart, bügelten diesen aber postwendend wieder aus.
Spiel auf hohem Tempo
Salzburgs Justin di Benedetto bezwang den erstmals im Play-off aufgebotenen Fabian Weinhandl nach einem schnellen Gegenstoß bereits nach 2:09 Minuten. Nur 35 Sekunden später nutzte Christoph Draschkowitz einen Wechselfehler der Hausherren aber zum Ausgleich. In Folge lieferten sich die Mannschaften ein Spiel auf hohem Tempo samt rassiger Szenen.

GEPA/Mathias Mandl
Die Fans bekamen in Salzburg einige heiße Szenen zu sehen
Ferland checkte Salzburgs Rob Schremp, der danach behandelt werden musste. Die Wiener hatten durch Justin Keller (12.) auch die erstmalige Führung am Schläger, im Gegenzug verhinderten die Capitals mit vereinten Kräften und etwas Glück ein Gegentor. Im weiter intensiven, aber torlosen Mitteldrittel blieben sie das druckvollere Team: Ferland scheiterte aus wenigen Metern an Salzburgs Goalie Luka Gracnar.
Die „Bullen“ erwischten erst zu Beginn des entscheidenden Abschnitts bei zwei Möglichkeiten von Schremp wieder eine gute Phase. Als bereits alles auf eine Verlängerung hindeutete, schlug die Mannschaft von Tommy Samuelsson aber noch zu. Die Wiener feierten damit den ersten Play-off-Sieg in Salzburg überhaupt auf dem Eis (neben einer Strafverifizierung).
„Es war ein tolles Spiel für das Publikum“
Capitals-Headcoach Samuelsson war nach dem Spiel mit dem Auftreten seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Es war ein tolles Spiel für das Publikum mit zwei Mannschaften, die 60 Minuten alles gegeben haben und unbedingt den Sieg wollten“, sagte der Schwede. „In solchen Spielen ist man manchmal auf dieser Seite, manchmal auf jeder. Heute waren wir die Sieger. Wir waren aber auch großteils aggressiver, und ich bin sehr zufrieden. Zuletzt war ich das nicht“, befand der Trainer. Jetzt gelte es, am Freitag eine ähnlich gute Leistung abzurufen.
Für Salzburgs Headcoach Pierre Page waren „die Capitals heute die bessere Mannschaft“. Sein Team habe bereits im Viertelfinale gegen Zagreb, das die „Bullen“ mit 4:2 gewonnen hatten, „schon viel gelernt, aber offensichtlich noch nicht genug“, meinte Page. „Nun müssen wir wieder Vertrauen zu uns selbst finden und wir müssen wieder mehr Respekt vor dem Gegner zeigen“, forderte der Trainer. „Ein Fehler hat den Unterschied gemacht. Wir hatten unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt“, sagte Salzburg-Stürmer Schremp.
Erste Bank Eishockey Liga, Semifinale
Dienstag:
Salzburg - Vienna 1:2
(1:1 0:0 0:1)
Eisarena Salzburg, 3.600 Zuschauer, SR Falkner/Veit
Tore: Di Benedetto (3.) bzw. Draschkowitz (3.), Ferland (58.)
Strafminuten: 4 bzw. 4 plus 10 Disziplinar Veideman
Stand in der „Best of seven“-Serie: 2:2
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