Themenüberblick

Mercedes-Pilot stoppt in der McLaren-Box

Lewis Hamilton hat beim Grand Prix von Malaysia nicht nur bei den Mechanikern in der McLaren-Box für Verwunderung gesorgt. Der Brite, der von 2007 bis Ende der vergangenen Saison für den britischen Rennstall gefahren war, stattete seinem ehemaligen Team am Sonntag einen Besuch ab - allerdings während des Rennens.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Hamilton, der seit heuer für Mercedes fährt, kam in der achten Runde zu seinem ersten Reifenwechsel an die Box, steuerte aber aus Gewohnheit die von McLaren an. Nach einer kurzen Schrecksekunde auf beiden Seiten fuhr er dann zwei Boxen weiter zu Mercedes. „Keine Ahnung, wie mir das passieren konnte“, sagte er danach leicht verschämt.

Lewis Hamilton beim Boxenstopp

Reuters/Raymond Ho, Pool

Am Ende fand Hamilton doch noch in die richtige Box

Bei McLaren nahm man es jedenfalls mit Humor, über Twitter teilte man dem ehemaligen Teammitglied mit, er sei jederzeit willkommen, um vorbeizuschauen und ‚Hallo‘ zu sagen. Immerhin schaffte es Hamilton trotz dieses Fauxpas in Sepang als Dritter bereits in seinem zweiten Grand Prix für Mercedes auf das Stockerl - sein Vorgänger Michael Schumacher hatte dafür noch zweieinhalb Jahre gebraucht.

Mercedes statt Red Bull

Statt bei McLaren hätte Hamilton am Sonntag aber durchaus auch bei Red Bull einparken können. Denn wie Formel-1-Boss Bernie Ecclestone in einem Interview mit der englischen „Mail on Sunday“ erklärte, wollte der 28-Jährige mit dieser Saison eigentlich zu Red Bull statt zu Mercedes wechseln. Hamilton habe ihn im Vorjahr gebeten, einen Transfer zum österreichisch-englischen Team einzufädeln, sagte Ecclestone.

Demnach gab es beim Vorjahres-Grand-Prix in Großbritannien intensive Verhandlungen zwischen Hamilton und Red Bull. Der Deal sei jedoch geplatzt, weil Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz loyal zu Mark Webber blieb. „Wenn Mark gegangen wäre, hätte Dietrich Lewis verpflichtet“, sagte Ecclestone.

Webber prüfte demnach zunächst einen Wechsel zu Ferrari, verlängerte dann aber seinen Vertrag bei Red Bull. So sei der Hamilton-Transfer geplatzt. „Sebastian (Vettel, Anm.) hätte kein Problem damit gehabt, wenn Lewis beim Team unterschrieben hätte“, versicherte Ecclestone.

Link: