Licht und Schatten im eiskalten Dublin
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Heinz Lindner: Gut
Eingreifen musste Lindner in der ersten Hälfte eigentlich gar nicht so viel. Bei den Flanken stellte er seinen Mann, seine vielen Abschläge kamen sicher, wenn auch nicht immer präzise. Bei den Gegentoren war er machtlos. In der 67. Minute bewahrte er das ÖFB-Team mit einer Glanztat gegen McClean vor dem endgültigen K.-o.-Schlag.
György Garics: Befriedigend
Der Italien-Legionär war zu Beginn ein wenig schlampig in seinen Zuspielen, steigerte sich im Verlauf der Partie und wusste in einigen Szenen durchaus zu gefallen. Die rechte Abwehrseite hatte er ganz gut im Griff, offensiv konnte er Akzent setzen, wennglich die Abstimmung mit Harnik nicht immer funktionierte.
Aleksandar Dragovic: Befriedigend
Mit den früh attackierenden Iren hatte Dragovic so seine liebe Not. Der Basel-Legionär wirkte alles andere als sattelfest in seinen Pässen und leitete damit prompte Gegenangriffe ein. Der Druck auf die Verteidigung blieb damit permanent hoch, womit auch er ins Schwimmen geriet. Einen folgenschweren Fehler leistete er sich aber nicht und konnte so manche Situation wieder ausbügeln.
Emanuel Pogatetz: Nicht genügend
„Solche Spiele machen am meisten Spaß“, sagte Pogatetz vor dem Spiel. Den Spaß hatten allerdings dann die Iren, und zwar mit ihm. In seinem Stellungsspiel war der England-Legionär zu unschlüssig. Das Elferfoul war überdies viel zu ungestüm. Von einem Mann mit seiner Routine sollte man erwarten können, einen auf der Cornerlinie stehenden Gegenspieler nicht einfach umzuschnitzen. Lediglich bei Kopfballduellen konnte er ein paar Pluspunkte sammeln.
Christian Fuchs: Genügend
Zu Beginn versuchte sich der Kapitän mit schnellen Vorstößen über die Flanke einzubringen. In einer gefährlichen Hereingabe resultierten die Bemühungen aber kein einziges Mal. Mit Fortdauer wurde Fuchs immer weiter nach hinten gedrängt und bekam Probleme. Bis zu seinem Fehler, der zum 2:1 führt, war es eine passable Leistung. Danach hatte er Fehler im Stellungsspiel und war unsicher und hektisch im Spielaufbau.
Veli Kavlak: Befriedigend
Kavlak war bemüht, den Kampf gegen die Iren aufzunehmen. Der Türkei-Legionär wehrte sich mit Händen und Füßen, zog dabei aber auch aufgrund seiner im Vergleich zu den Iren körperlichen Unterlegenheit oft den Kürzeren. Er war aber sehr aufmerksam und agil. Zu einem kontrollierten Spielaufbau konnte er nur sporadisch beitragen, obwohl er nach der Auswechslung von Junuzovic offensiver agierte.
David Alaba: Gut
Die Iren wussten sehr wohl, dass Alaba Österreichs Schaltzentrale ist und nahmen den Jungstar aus dem Spiel. Alaba hatte viel weniger Ballkontakte als üblich. Wenn er am Ball war, bewies er zwar in einigen Aktionen Übersicht, der Partie konnte er diesmal seinen Stempel aber überhaupt nicht aufdrücken. Ein Freistoß der gleich zu Beginn knapp vorbeiging, war lange seine beste Aktion, ehe sein Treffer in der Nachspielzeit die Benotung schlagartig um zwei Werte stiegen ließ.
Martin Harnik: Gut
Auch das Spiel über den rechten Flügel war überschaubar, aber in Ansätzen erkennbar. Harnik tauchte als einziger ÖFB-Spieler zumindest ab und zu gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Beim 1:0 bewahrte er dabei die Ruhe und traf vorbei an Irland-Goalie David Forde. In der Schlussphase kam er zu einer guten Kopfballchance, vergab aber. Unter dem Strich war Harnik ein Aktivposten - auch den späten Ausgleich durch Alaba bereitete er vor.
Zlatko Junuzovic: Gut
Bereits in der 26. Minute musste Junuzovic nach einem harten Einsteigen von James McCarthy mit einer Rissquetschwunde am Knie ausgewechselt werden. Das ÖFB-Team verlor damit seinen bis dahin auffälligsten Mann. Junuzovic war aggressiv und überlegt. Nach seiner Balleroberung behielt er die Übersicht und legte das 1:0 ideal auf.
Marko Arnautovic: Nicht genügend
Die Kritik des Teamchefs an ihm nach dem Färöer-Spiel fiel nicht auf fruchtbaren Boden. Arnautovic blieb vieles schuldig. Keine Ideen, keine präzisen Pässe, und je länger das Spiel dauerte, die entsprechende Körpersprache. Im Grunde war Arnautovic gegen Irland eine Vorgabe und konnte dem Team in keiner Phase der Partie helfen.
Philipp Hosiner: Genügend
Der Austrianer versuchte die irische Verteidigung immer wieder anzubohren und kam gegen Goalie David Forde zweimal nach Rückpassen knapp zu spät. Aus dem Spiel wurde er aber nie in Szene gesetzt. Da der Spielaufbau des Teams praktisch nicht vorhanden war, hing Hosiner völlig in der Luft. Bei den hohen Abschlägen war er gegen die irischen Verteidiger chancenlos.
Julian Baumgartlinger: Befriedigend
Der Mainz-Legionär kam für Junuzovic und sollte im Verbund mit Kavlak das defensive Zentrum stärken. Ob der Wechsel sinnvoll war, ist fraglich. Baumgartlinger nahm zwar den Kampf gegen die Iren auf, konnte aber spielerisch keine Akzente setzen, womit der Aufbau schwer ins Stocken geriet.
Marc Janko: Befriedigend
Mit Janko an vorderster Front funktionierte das ÖFB-Spiel ein weniger besser. Es kamen Bälle in den Strafraum, die Iren hatten mehr Probleme. Einmal konnte er den Ball nicht kontrollieren und vergab damit eine gute Möglichkeit.
Andreas Weimann: Zu kurz eingesetzt
Christian Wagner, ORF.at aus Dublin
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