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Lebenszeichen auf dem Weg zurück

Der FC Pasching hat auf dem Weg zurück ein kräftiges Lebenszeichen abgegeben. Der Auftritt am Dienstag im Cupviertelfinale bei Rapid erinnerte vor allem vor der Pause an beste Zeiten des ehemaligen Bundesliga-Clubs. Durch den völlig verdienten 1:0-Erfolg stehen die Oberösterreicher im Halbfinale und dürfen damit sogar von einer Europacup-Teilnahme träumen.

Priorität hat für den Tabellenführer der Regionalliga-Mitte allerdings die Meisterschaft. Ausgelassen gefeiert wurde daher nicht, geht es doch bereits am Freitag mit dem Auswärtsspiel gegen Vöcklamarkt weiter. „Der Cup ist nur ein Zubrot, für uns zählt nur der Aufstieg“, brachte Thomas Krammer die Situation auf den Punkt. Der ehemalige Sturm-Spieler war dennoch richtig begeistert. „Wir können es alle noch nicht fassen, das war ein Riesenhighlight“, sagte der Mittelfeldspieler.

Jubel von Marco Perchtold und Pasching-Trainer Gerald Baumgartne

GEPA/Christian Ort

Unverhofft kommt oft: Pasching jubelte über einen mehr als verdienten Sieg

Krammer ist einer der zahlreichen Ex-Bundesliga-Kicker im Kader der von Red Bull unterstützten Oberösterreicher. Daneben zählen auch noch Kapitän Davorin Kablar, Mark Prettenthaler, Daniel Sobkova und Goalie Hans-Peter Berger zu den Stützen. „Wir haben gewusst, dass Rapid momentan schwach ist, wir einen Lauf haben. Wir stehen verdient im Halbfinale, die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet, wir sind eine Rieseneinheit“, sagte der 31-jährige Tormann.

„Man kann Rapid schon stärker erwischen“

Vor allem vor der Pause lieferten die Paschinger im Hanappi-Stadion ein Angriffsfurioso ab, das nur aufgrund der mangelnden Chancenauswertung sowie eines starken Rapid-Goalies Jan Novota unbelohnt blieb. Nach der Pause sorgte der spanische Ex-Rieder Casanova trotzdem für die Entscheidung zugunsten des Außenseiters. „Wir haben unser Konzept zu 100 Prozent durchgezogen, es war eine super Leistung meiner Mannschaft“, sagte Trainer Gerald Baumgartner.

Seine Truppe reüssierte damit nach Siegen gegen Austria Salzburg (2:1), Austria Lustenau (3:2 n.V.) und Austria Klagenfurt (2:1) im Bewerb nun auch im Hanappi-Stadion. „Man kann Rapid schon stärker erwischen, aber auswärts gegen Rapid weiterzukommen, ist trotzdem eine tolle Sache für uns“, betonte der 48-jährige Salzburger. Wenn bei Spielern eine Verunsicherung da sei, sei es eben auch für Bundesligisten schwer, gegen Erste-Liga-Clubs oder Regionalligisten weiterzukommen.

Aufstiegskampf gegen LASK

Im Gegensatz zu den Wienern konnten die Paschinger zudem ohne Druck agieren. „Wir hatten nichts zu verlieren, bei uns steht die Meisterschaft klar im Vordergrund“, meinte auch Baumgartner. In der Regionalliga liegt der im Mai 2007 neu gegründete Club nach zuletzt drei Siegen in Folge nach 21 von 30 Runden mit 47 Punkten knapp vor dem einzig verbliebenen Aufstiegskonkurrenten LASK (46) voran.

Pasching schaffte 2002 den Aufstieg in die Bundesliga und holte dort die Platzierungen fünf (2002/03), drei (2003/04), vier (2004/05), drei (2005/06) und sechs (2006/07). Im Mai 2007 wurde die Bundesliga-Lizenz an Austria Kärnten übergeben, der Club Pasching wurde gleichzeitig neu gegründet. Die Oberösterreicher schafften danach den Durchmarsch von der fünften Liga in die Regionalliga, wo sie nun im vierten Anlauf die Rückkehr in die beiden Profiligen schaffen möchten.

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