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Comeback am Ort seiner größten Erfolge

Die englische Snooker-Ikone Ronnie O’Sullivan steht in der am Samstag im Crucible Theatre von Sheffield beginnenden Weltmeisterschaft im Mittelpunkt. Der 37-Jährige hatte sich im Vorjahr nach seinem vierten WM-Titel aus dem Snooker-Sport zurückgezogen, nun gibt er am Ort seiner größten Triumphe ein Comeback.

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„Ich hatte ein schönes Jahr mit viel Spaß, das ich genossen habe. Ich habe diese Auszeit gebraucht, doch ehrlich gesagt wurde sie mit zunehmender Dauer auch langweilig. Daher ist es nun wieder an der Zeit, das zu tun, was ich die meiste Zeit meines Lebens getan habe“, erklärte O’Sullivan zu seiner Rückkehr an den mehr als dreieinhalb Meter langen sowie rund eineinhalb Tonnen schweren Billardtisch mit den 22 Kugeln.

Ronnie O'Sullivan (GBR)

GEPA/Ralph M. Fischer

O’Sullivan will es noch einmal wissen

Alles ist für O’Sullivan möglich

Natürlich hoffe er, seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen zu können. Im schlimmsten Fall könne es für ihn aber wie „ein Autounfall“ werden, betonte O’Sullivan. Ernst wird es für ihn gleich zum Auftakt am Samstag, wenn er um 11.00 Uhr (Ortszeit) in Runde eins auf den schottischen Durchschnittsspieler Marcus Campbell trifft. Schon im Achtelfinale aber droht ein Match gegen den Weltklassemann Allister Carter, den O’Sullivan noch vor einem Jahr im Finale mit 18:11 bezwungen hatte.

Räumt er den aus dem Weg, könnten am Ende weitere Großkaliber wie der Weltranglistenerste Mark Selby kommen. Der 29-Jährige ist hochgradig motiviert: Bereits im jungen Snooker-Alter kann sich Selby ein Denkmal setzen. Ihm winkt die Triple Crown - nämlich innerhalb einer Saison die drei wichtigsten Turniere zu gewinnen. Zwei Siege hat O’Sullivans Landmann schon, im Dezember 2012 holte er die UK Championship, im Jänner das Masters in London. Die WM fehlt noch.

Fehlende Wettkampfpraxis

Was O’Sullivans Gegner ihm allesamt voraushaben, ist zweifellos die ständige Wettkampfpraxis. „Ich werde ein bisschen eingerostet sein. Matchpraxis kann man nicht ersetzen. Das wird eine riesige Herausforderung für mich“, musste das Ausnahmetalent zugeben, als er in einem Londoner Nobelhotel im Februar sein Comeback ankündigte. In der ersten WM-Runde wird übrigens „Best of 19 Frames“ gespielt, mit Fortdauer des Turniers werden die Distanzen auf 25 (Viertelfinale) und 33 (Halbfinale) erhöht. Das Finale geht dann am 5. und 6. Mai über maximal 35 Frames.

Sheffield ist für O’Sullivan ein besonderer Ort. Hier hat er bisher nicht nur vier WM-Titel (2001, 2004, 2008 und 2012) geholt, sondern auch die Basis für seinen Spitznamen - „The Rocket“ - gelegt, den er wegen seines raketenhaften Aufstiegs an die Weltspitze erhalten sollte: Am 21. April 1997 gelang ihm im Alter von 21 Jahren bei der WM im Crucible Theatre das schnellste Maximum Break (147 Punkte) der Snooker-Geschichte. O’Sullivan benötigte damals nur 5:20 Minuten, also im Schnitt nicht einmal neun Sekunden pro Stoß, um den gesamten Tisch „abzuräumen“, und sicherte sich damit den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

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