Nadal kritisiert Fuentes-Urteil scharf

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Tennissuperstar Rafael Nadal hat die mögliche Vernichtung der Blutbeutel im größten Dopingskandal der spanischen Sportgeschichte als „Fehler“ bezeichnet. Im Prozess um die Operacion Puerto gegen den Sportmediziner Eufemiano Fuentes hatte die Richterin am Dienstag unter anderem entschieden, die zahlreichen bei Fuentes vor sieben Jahren beschlagnahmten Blutbeutel zu beseitigen.

„Meine Meinung ist, dass das Urteil für niemanden positiv war“, sagte Nadal am Freitag vor Beginn des ATP-Turniers in Madrid. „Die einzigen, die davon profitieren, sind diejenigen, die betrogen haben“, fügte der ehemalige Weltranglistenerste hinzu.

Blutbeutel sollen vernichtet werden

Das Gericht in Madrid hatte am Dienstag den Hauptangeklagten Fuentes zu einem Jahr Haft verurteilt und ihn mit einem vierjährigen Berufsverbot als Sportmediziner belegt. Der Arzt hatte Dutzenden von Sportlern, vor allem Radprofis, beim Eigenblutdoping geholfen.

Zudem hatte die Richterin Julia Patricia Santamaria entschieden, dass die mehr als 200 Blutbeutel nicht den Sportinstanzen wie der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) übergeben werden und vernichtet würden, sobald das Urteil rechtskräftig ist. Damit können zahlreiche Athleten, die Kunden von Fuentes waren, nicht identifiziert und nachträglich bestraft werden.