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Schaaf schon als Nachfolger gehandelt

Mit 6:0 in Wiener Neustadt hat Salzburg am Sonntag zum Abschluss der 33. Runde ein klares Signal entsandt. „Wir glauben bis zur letzten Sekunde dran, aufgegeben wird ein Brief“, sagte Mittelfeldmann Stefan Hierländer trotz sechs Punkten Rückstand auf die Austria. Kevin Kampl meinte nach dem höchsten Auswärtssieg der Red-Bull-Ära: „Falls die Austria Fehler macht, wollen wir da sein und sie bestrafen.“

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Trainer Roger Schmidt war angesichts der deutlichen Reaktion auf die Cupblamage gegen Pasching zufrieden. „Die Mannschaft hat nach dem Blackout im Cup wieder ihr wahres Gesicht gezeigt. Es spricht für den Charakter und die Mentalität der Mannschaft, dass sie in der Lage ist, sich neu zu fokussieren, und den Willen hat, eine entsprechende Reaktion zu zeigen.“

„Sind angetreten, um etwas weiterzuentwickeln“

Der 46-jährige Deutsche hat den Glauben an den Titel ebenfalls noch nicht verloren, zeigte sich aber im Vergleich zu seinen Spielern zurückhaltend. „Es ist unser Schicksal, dass in dieser Saison zwei Mannschaften extrem stark sind. Normal würden beide Teams mit solchen Leistungen Meister werden, aber die Austria hat eben in der Hinrunde die paar Punkte mehr gemacht.“ Die Zahlen geben Schmidt recht: Mit 70 Punkten haben die Salzburger bereits jetzt ihren Zählerendstand aus der vergangenen Meistersaison (68) übertroffen.

Sadio Mane (Salzburg), Thomas Vollnhofer (Wr. Neustadt), Ibrahim Sekagya (Salzburg) und Trainer Roger Schmidt (Salzburg)

APA/Hans Punz

Der Kantersieg in Wr. Neustadt stimmte Roger Schmidt wieder angriffslustig

Trotz Düdelingen, trotz Pasching und trotz des drohenden zweiten Platzes verteidigt Schmidt vehement seine Arbeit in der Mozartstadt. „Man muss das große Ganze sehen. Wir sind in Salzburg angetreten, um etwas weiterzuentwickeln. Und wenn man sieht, wie die Mannschaft spielt, dann schaut das für die Zukunft sehr positiv aus“, so Schmidt, dem in der Gerüchteküche eine baldige Rückkehr zu Paderborn nachgesagt wird. „Ich habe mit niemandem gesprochen und freue mich auf die nächste Saison in Salzburg“, so Schmidt.

Bremen-Trainer im Gespräch

Anstelle von Schmidt soll Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz nach Werder Bremens Langzeittrainer Thomas Schaaf angeln. Laut einem Bericht der deutschen „Welt“ kaufte der 52-Jährige in seiner Lieblingsstadt Salzburg vor kurzem „eine weitere Immobilie“ und soll schon bald seinen Lebensmittelpunkt an die Salzach verlagern. Schaaf, der seit 14 Jahren Chefcoach in Bremen ist, soll aber nicht unter dem aktuellen Salzburger Sportdirektor Ralf Rangnick arbeiten wollen.

Der aktuelle Salzburg-Coach Schmidt erinnerte auch daran, dass das „Mindestziel“ Champions-League-Qualifikation mit dem bereits fixierten zweiten Platz längst eingefahren ist. „Das ist in den letzten Wochen ein bisschen untergegangen. Wir träumen alle davon, die Gruppenphase der Champions League zu erreichen. Wir freuen uns auf die Quali und werden völlig anders auftreten als letztes Jahr“, versicherte Schmidt.

Theoretisch könnte der Salzburger Traum vom Meistertitel bereits am Samstag platzen. Sollte die Austria daheim gegen Wiener Neustadt mehr Punkte als Salzburg zu Hause im Westderby gegen Wacker Innsbruck machen, dann ist die Titelfrage schon zwei Runden vor Schluss entschieden.

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