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Gattuso zum Spieler degradiert

Mit drastischen Maßnahmen will Clubpräsident Christian Constantin die Talfahrt seines FC Sion stoppen. Zwei Tage nach dem 0:5 beim FC St. Gallen wechselte er am Montag den kompletten Trainerstab aus und strich sechs Spieler aus dem Kader.

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Neuer Coach des Schweizer Erstligisten ist Michel Decastel, der erst im Oktober von Constantin nach nur 57 Tagen entlassen worden war. Insgesamt ist es der fünfte Trainerwechsel in dieser Spielzeit. Neben Decastel hatten bereits Sebastien Fournier (4. Juni bis 3. September 2012), Pierre-Andre Schürmann (30. Oktober bis 12. Dezember 2012) und Victor Munoz (12. Dezember 2012 bis 24. Februar 2013) frühzeitig die Betreuerbank räumen müssen.

Ex-Weltmeister muss wieder das Feld räumen

Seit 25. Februar hatte Constantin dem italienischen Mittelfeldspieler und Ex-Weltmeister Gennaro Gattuso die Verantwortung für das Team übertragen. Der 34-jährige Gattuso besitzt allerdings keinerlei Erfahrung und Diplome als Trainer. Deshalb konnte der Präsident den Spanier Munoz, der im Besitz der UEFA-Pro-Lizenz ist, nicht entlassen.

Der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, mit Gennaro Gattuso

APA/EPA/Maxime Schmid

Constantin war mit seiner Interimslösung nur kurzfristig zufrieden

Gattuso wurde vom Zorn des Präsidenten halbwegs verschont. Der hoch dekorierte Italiener wurde nicht freigestellt, sondern bloß degradiert. Er ist jetzt nicht mehr theoretischer Spielertrainer, sondern nur noch Spieler. Der bisherige Assistent, Luigi Riccio, sowie der offizielle Cheftrainer, Arno Rossini, sind dagegen in keiner Funktion mehr tätig.

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