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Auf Wunschzettel ganz oben

Am Mittwoch hat Peter Stöger mit Austria Wien die Chance, gegen Mattersburg den Meistertitel in der österreichischen Bundesliga zu fixieren. Im Sommer könnte der Trainer auf der Karriereleiter eine Stufe nach oben klettern. Laut „kicker“ ist der 47-Jährige Wunschkandidat bei Werder Bremen für die Nachfolge von Thomas Schaaf.

Laut dem deutschen Fachmagazin erfüllt Stöger viele Kriterien für das Erbe von Schaaf, der nach 14 Jahren von Werder Bremen entlassen wurde: Teamworker, akribischer Arbeiter, gutes Gespür für junge Spieler und die Fähigkeit, eine Mannschaft zu formen. Denn nur so sei es Stöger gelungen, mit bescheideneren Mitteln Ligakrösus Red Bull Salzburg im Kampf um den Meisterteller auszustechen.

Interesse „eine Ehre“

Für Klaus Filbry, den Geschäftsführer von Werder Bremen, ist der Wiener jedenfalls „ein interessanter Mann“. Auch Manager Thomas Eichin hatte zuletzt anklingen lassen, dass Schaafs Nachfolger aus dem Ausland stammen könnte und derzeit noch ein festes Arbeitsverhältnis habe. Laut „kicker“ informierte sich Werder bereits „intensiv über den Wunschkandidaten“.

Peter Stöger und Tomas Jun

GEPA/Christian Ort

Stöger (r.) formte aus der Austria eine potenzielle Meistermannschaft

Stöger selbst wäre einem Wechsel nach Deutschland laut „kicker“ auch nicht abgeneigt. „Für jeden Trainer in Österreich ist es eine Ehre, von der Bundesliga wahrgenommen zu werden“, wird der Wiener zitiert. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mattersburg unterstrich Stöger diese Aussage: „So etwas zu lesen tut mir gut. Auch ich habe ein gewisses Ego, das bestätigt werden muss. So etwas gibt mir einen Schub für die weiteren Aufgaben.“

Für den 47-Jährigen ist das Wechselgerücht auch eine Bestätigung nicht nur seiner Arbeit, sondern ein Lob für das gesamte Fußballösterreich. „Das ist eine Anerkennung für die ganze österreichische Liga, für den Verein Austria und die gesamte Mannschaft. Und es ist eine Bestätigung der guten Arbeit des Trainerteams. Wir fühlen uns geehrt, so im Rampenlicht zu stehen“, so Stöger.

Austria erteilt Absage

Laut „kicker“ hatte der Wiener in einem Interview im Winter seine Ambitionen, einmal in Deutschland zu arbeiten, jedenfalls bestätigt. „Mein Blick geht über die Grenze in ein Land, wo ich meine Sprache und Kommunikation anwenden kann“, wird Stöger zitiert. Kontakt mit dem Management von Bremen gab es aber laut dem 47-Jährigen noch nicht, „keine SMS, keine E-Mail, kein Fax und auch keinen Anruf. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt fix nichts dran“, sagte Stöger.

Eine klare Ansage kam jedensfall von der Austria. Die Wiener wollen ihren Erfolgstrainer auch in Zukunft halten. „Sollte Kontakt mit uns hergestellt werden, werden wir Peter Stöger sicher nicht hergeben“, sagte Sportvorstand Thomas Parits. Auch ein hohes Ablöseangebot vonseiten der Deutschen könnte die Austria-Verantwortlichen - derzeit - nicht erweichen. „Egal, was gezahlt werden würde“, so Parits. Stöger von der Austria loszueisen wäre auch so nicht einfach. Der Trainer besitzt bei den Violetten keine Ausstiegsklausel, sein Vertrag am Verteilerkreis läuft noch bis 2014.

Viele Kandidaten

Die Liste der interessanten Kandidaten bei Werder Bremen ist lange. Mit Aalen-Trainer Ralph Hasenhüttl steht laut „kicker“ noch ein zweiter Österreicher auf dem Zettel der Norddeutschen. Laut „Sportbild“ ist auch Salzburg-Trainer Roger Schmidt ein möglicher Kandidat für die Nachfolge von Schaaf. Mit Thomas Tuchel von Ligakonkurrent Mainz, Torsten Lieberknecht von Aufsteiger Eintracht Braunschweig, Ex-Köln-Coach Holger Stanislawski und Norbert Meier machen weitere prominente Namen die Runde.

Zumindest auf dem Spielersektor ist eine Entscheidung gefallen. Stürmer Nils Petersen erhält einen langfristigen Vertrag bei den Bremern. Werder einigte sich mit Bayern München auf einen Kauf des bisher ausgeliehenen 24-Jährigen. Rund drei Millionen Euro Ablösesumme werden dafür von der Weser an die Isar überwiesen. Petersen war mit elf Toren gemeinsam mit Aaron Hunt in der vergangenen Saison bester Torschütze der Bremer.

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