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Dramatisches Finish rettet Innsbruck

Wacker Innsbruck hat sich mit einem nicht mehr für möglich gehaltenen Auswärtserfolg beim WAC den Klassenerhalt gesichert. Die Tiroler gewannen am Sonntag in der letzten Bundesliga-Runde nach 0:2-Rückstand noch 3:2 und vermasselten den bis zur 72. Minute wie die sicheren Sieger aussehenden Wolfsbergern noch den Europacup-Platz.

Nach Treffern von Marco Kofler (45./Eigentor) und Stephan Stückler (50.) war der WAC bereits 2:0 voran gelegen, zwei Tore von Julius Perstaller (72., 78.) und eines von Christian Schilling (75.) brachten aber die unglaubliche Wende in einem jetzt schon legendären Abstiegskampf.

ubel von Innsbruck-Trainer Roland Kirchler und Julius Perstaller

GEPA/Christian Walgram

Innsbruck-Trainer Roland Kirchler jubelt mit dem Doppeltorschützen Perstaller

Die für beide Teams enorm wichtige Partie verlief zunächst wenig spektakulär. Das intensiv geführte Duell mit vielen Unterbrechungen brachte in der ersten halben Stunde nur wenige Torchancen, danach nahm das Spiel aber an Fahrt auf. Zunächst kamen die Kärntner der Führung durch Schüsse von Kerhe (34./knapp daneben) und Stückler (37./Abwehr von Safar) zweimal ziemlich nahe.

Glückliche Führung für den WAC

Auf der anderen Seite wurde ein Saurer-Schuss (40.) gefährlich abgefälscht. Zudem verwehrte Schiedsrichter Harkam einem spektakulären Wallner-Fallrückzieher (42.) zum vermeintlichen 1:0 wegen Abseits die Anerkennung. In der Nachspielzeit gelangte ein von der Stange zurückgeprallter Liendl-Schuss via Wacker-Spieler Kofler doch noch zur glücklichen WAC-Führung ins Tor.

Ein Kontertor von Stückler (50.) bescherte den Gästen kurz nach der Pause den nächsten Nackenschlag. Stückler wurde von Sturmkollege Topcagic ideal bedient und traf frei stehend aus wenigen Metern mit seinem ersten Bundesliga-Treffer zum 2:0. Wenig überraschend gingen die Gäste in weiterer Folge volles Risiko, was der Truppe von Nenad Bjelica noch mehr Platz für Konter eröffnete.

Kirchler hat es geschafft

Bei einer dieser Möglichkeiten vergab Stückler eine gute Gelegenheit auf das 3:0. Wenig später ging Topcagic ebenfalls fahrlässig mit einer Großchance um. Dadurch blieb es vor 5.300 Zuschauern weiter spannend und es sollte noch viel dicker kommen. Denn ein Dreierpack von Perstaller (72., 78.) und Schilling (75.) binnen sechs Minuten sicherte der Mannschaft von Roland Kirchler doch noch den Klassenerhalt.

Bereits ein Remis hätte den Kärntnern zu Platz vier und der damit verbundenen Europa-League-Qualifikation gereicht. Der Ausgleich gelang dem Aufsteiger aber nicht mehr, weshalb in der Lavanttal-Arena nur die 500 mitgereisten Tiroler jubeln durften.

Stimmen zum Spiel:

Nenad Bjelica (WAC-Trainer) : „Es war ein Wahnsinn, wir waren 70 Minuten besser. Gratulation an Innsbruck zum Klassenerhalt. Innsbruck hat aus drei Schüssen drei Tore gemacht, das ist schade, aber ich muss es akzeptieren. Bitter ist, dass wir selbst Europa in der Hand gehabt haben und es dann noch verloren haben.“

Roland Kirchler (Innsbruck-Trainer): „Ich freue mich einfach riesig. Nach dem 0:2 habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass wir dieses Spiel noch gewinnen. Umso schöner ist es jetzt. Es war ein unglaubliches Spiel, mit vielen Emotionen und besser und schöner kann es nicht sein. Unglaublich, meine Stimme ist immer noch zittrig. Wir haben die ganze Saison daran geglaubt.“

Julius Perstaller (Innsbruck-Doppeltorschütze, wechselt zu Ried): „Unglaublich, man darf die Hoffnung nie verlieren. Ich habe der Mannschaft heute zum Abschied ein schönes Geschenk gemacht. Ich bin begeistert, dass ich mitgeholfen habe, dass wir oben bleiben. Wir haben bis zum Ende mit Leidenschaft gespielt. Jetzt werden wir feiern gehen.“

Tipp3-Bundesliga, 36. Runde

Sonntag:

WAC - Wacker Innsbruck 2:3 (1:0)

Lavanttal-Arena, 5.300 Zuschauer, SR Harkam

Torfolge:
1:0 Kofler (45./Eigentor)
2:0 Stückler (50.)
2:1 Perstaller (72.)
2:2 Schilling (75.)
2:3 Perstaller (78.)

WAC: Dobnik - Sollbauer, Jovanovic, Solano (80./Jakobo), Suppan - Kerhe, Hüttenbrenner (28./Liendl), Putsche, De Paula - Stückler (80./Rivera), Topcagic

Innsbruck: Safar - Bergmann, Siller, Svejnoha, Schilling - Kofler (53./Piesinger) - Schütz (66./Perstaller), Hinterseer, Saurer (56./Hauser), Wernitznig - Wallner

Gelbe Karten: Putsche, Stückler, Topcagic, Jovanovic bzw. Wallner, Saurer

Die Besten: Stückler, Kerhe, Liendl bzw. Wernitznig, Perstaller, Svejnoha

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