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Mit Beinbrüchen abtransportiert

Olympiasieger Hubert Strolz ist am Mittwoch bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt worden. Der 50-jährige Vorarlberger kippte bei Heuarbeiten in seiner Heimatgemeinde Warth am Arlberg mit seinem Heuwagen um und wurde unter dem Arbeitsgerät eingeklemmt. Strolz wurde mit Verdacht auf Beinbrüche ins Krankenhaus geflogen.

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Strolz, der sich 1988 in Calgary Gold in der alpinen Kombination holte, war gegen 13.30 Uhr in steilem Gelände unterwegs, um Heu aufzusammeln. Dabei dürfte er mit einem Reifen des Heuwagens auf einen größeren Stein aufgefahren sein. In weiterer Folge kippte das Fahrzeug um. Der ehemalige Skistar wurde aus dem Heuwagen geschleudert - möglicherweise sprang er aber auch aus seinem Wagen - und wurde eingeklemmt.

Laut Polizeiangaben wurde der Verunfallte von den Feuerwehren Warth und Lech sowie der Bergrettung aus seiner Lage befreit und von einem Notarztteam erstversorgt. Die Beamten wollten die Identität des Verletzten zwar nicht bestätigen, laut Austria Presse Agentur (APA) bestand jedoch kein Zweifel, dass es sich bei dem Unfallopfer um den früheren Skifahrer handelte.

Verunfallter LKW

APA/LPD VORARLBERG

Strolz hatte bei seinem schweren Unfall noch Glück im Unglück

Sternstunde des „ewigen Zweiten“

Strolz galt zu seiner aktiven Zeit als Spezialist im Slalom und im Riesentorlauf. Ihm hing in seiner Karriere jedoch der Ruf des „ewigen Zweiten“ nach. Strolz konnte in seiner von 1981 bis 1994 andauernden aktiven Zeit nur einen Weltcup-Sieg, in der Kombination 1988 in Bad Kleinkirchheim, feiern. Ansonsten fuhr der Vorarlberger insgesamt 14-mal (elfmal Riesentorlauf, zweimal Slalom, einmal Super-G) als Zweiter knapp an einem Sieg vorbei.

In der olympischen Kombination von Calgary 1988 erlebte Strolz jedoch seine Sternstunde, als er sich vor seinem Landsmann Bernhard Gstrein und dem Schweizer Paul Accola die Goldmedaille holte. Calgary war für Strolz überhaupt ein guter Boden. Im Riesentorlauf holte sich der 50-Jährige hinter dem Italiener Alberto Tomba Silber.

1988 hatte Strolz in der Kombination noch vom Ausfall des großen Favoriten Pirmin Zurbriggen aus der Schweiz profitiert, vier Jahre später drehte sich das Glück. Strolz fiel auf dem Weg zu einer neuerlichen Goldmedaille in der Kombination mit großen Vorsprung wenige Tore vor dem Ziel aus. Der Italiener Josef Polig „erbte“ vor seinem Landsmann Gianfranco Martin damals überraschend den Olympiasieg.

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